Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

Unser China Reiseführer steht nicht als PDF zum Download zur Verfügung, jedoch können Sie alle Informationen über die Volksrepublik China kostenlos online lesen.

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Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am 19.08.2017 in:


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J 06:04 K 18:56
Lijiang
J 06:52 K 19:52

Aphorismus des Tages:


Jemand, der sich mit den guten Menschen nicht befreunden und sich von bösen Menschen nicht distanzieren kann, ist in Gefahr.


晏子春秋


Aphorismus

Auszeichnungen:

Stelenwald in Xian

Der Stelenwald in Xian, ein Museum für eine große Stelensammlung, befindet sich in der Sanxue-Straße innerhalb der Stadtmauer im Süden.

Zufallsbild aus unserer Bildergalerie Xian Impressionen

Das Museum ist in einem Baumkomplex mit mehreren Hofhäusern untergebracht. Außer der Stelensammlung wird im Museum noch eine Steinskulpturen-Ausstellung angeboten.

Der Vorderteil (der südliche Teil) war in der Song-Zeit der Kontuzius-Tempel, den man im Jahr 1950 mit dem Stelenwald zur Errichtung des Museums vereinigte. Man kann heute noch viele Spuren des Kontuzius-Tempels finden. Zum Beispiel die zwei Eingänge: Im Gegensatz zu einem normalen chinesischen Hof, dessen Eingang immer in Richtung Süden zeigt, zeigt in diesem Museum ein Eingang in Richtung Osten, einer in Richtung Westen. In allen Konfuzius-Tempeln in China ist es, den Haupteingang im Süden zu sperren und zwei andere Tore zu bauen. In der Vergangenheit wollte man damit die Ehre zu Konfuzius zeigen.

Hinter dem gesperrten südlichen Eingang steht ein hölzernes Schmucktor (ein Ehrentor). Früher war es für jeden eine große Ehre, wenn man für ihn ein solches Tor baute. Dieses mit feinen, geometrischen und floralen Mustern gezierte Tor im Baustil der Ming-Zeit stand ursprünglich vor dem Tempel des Hua-Berges.

In der Mitte des Hofs befindet sich ein halbrundes Becken, über das eine Brücke führte. Ein solches Becken galt für diesen Konfuzius-Tempel sehr typisch. Im alten China gab es in jedem Konfuzius-Tempel ein Becken, in dem kaiserlichen Tempel ein rundes, in dem der Provinzhauptstadt ein halbrundes. Nur diejenigen, die eine kaiserliche Prüfung bestanden und den akademischen Titel Xiucai bekamen, durften in diesen Tempel kommen und in diesem Becken ihren Pinsel waschen.

Nördlich des Beckens steht ein steinernes Tor. Dieses Tor heißt Lingxing-Tor (das Tor des Ling-Sterns). In der alten chinesischen Mythologie ist der Ling-Stern eine göttliche Gestalt, die zum Verleihen der akademischen Titel zuständig. Bei einer wichtigen Opferzeremonie für Konfuzius durften damals nur die höchsten Beamten durch den Eingang in der Mitte eintreten, die anderen Beamten durften nur den westlichen Eingang, die einfachen Leute nur den östlichen Eingang benutzen.

Hinter dem Lingxing-Tor sind kaum klare Spuren des Konfuzius-Tempels zu finden, weil es hier mehrmals umgebaut wurde.

Im zweiten Hof säumen 28 steinerne Pfähle den Weg. In der Vergangenheit dienten sie dazu, Pferde daran anzubinden. Aber sie dienten auch der Dekoration. Am oberen Ende jedes Pfahls ist eine Fabelwesenfigur zu sehen. Diese Pfähle stammen aus dem Weiber-Gebiet, dem Gebiet am Wei-Fluß im Norden. Früher standen vor dem Eingang einer reichen Familie immer eine große Reihe solcher Pfähle.

Im dritten Hof in einem Pavillon auf der östlichen Seite ist eine Glocke ausgestellt. Man nennt sie die Jingyun-Glocke, weil sie im zweiten Jahr der Regierungsperiode Jingyun gegossen wurde. Eigentlich hing sie in dem taoistischen Jinglong-Kloster (in der heutige Weststraße). Früher hätte man ihren schönen Klang wie einen Phönixgesang in der ganzen Stadt hören können. Diese bronzene Glocke hat unten einen Durchmesser von 1,65 m, ist 2,47 m hoch und 6 Tonnen schwer. Sie ist mit Kranich-, Drachen-, Phönix-, Tierkopf-, Ranken- und Wolkenmustern geziert. Der Glockengriff hat die Form einen Drachenkopfes. Angeblich heißt dieses Tier Pulao und ist einer der neun Söhne des Drachens. Er sing gern, deshalb nimmt er hier seinen Platz als Verzierung und glückverheißendes Tier. Am Außenmantel der Glocke steht ein Text mit 292 Schriftzeichen in 18 Reihen.

Der Text ist von dem Kaiser Ruizong, dem fünften Kaiser der Tang-Dynastie, selbst * eigenhändig geschrieben. Er beschreibt das Mysterium des Taoismus und preist die Glocke. Die 32 Warzen dienen nicht nur als Schmuck, sondern auch zur Einstellung der Töne. Bei der internationalen Glockenausstellung 1964 wurde sie in die Liste der Weltglocken gewählt. Zu jedem Silvester sendet die zentrale Volksrundfunkstation ihr Läuten als Glockenklang zum Gruß des Neujahrs.

Im Pavillon auf der westlichen Seite ist ein steinernes Pferd aus dem Jahr 424 n. Chr. ausgestellt. Es wurde von dem Xia-Reich hinterlassen. Dieses Reich war von Xiongnu-Sklavenhalter in der heutigen Provinz Ningxia gegründet. Im Jahr 418 eroberte diese Macht die Stadt Changan. Das Pferd fand man im Kreis Changan, wo der älteste Sohn des Gründers der Xia-Macht seine letzte Ruhestätte hatte. Das aus einem Steinstück naturgetreu gemetzte Pferd sollte eigentlich vor seinem Grab stehen. Es sieht kraftvoll aus. Wegen des hohen Gewichts wurde es zwischen den beiden Vorderbeinen sowie den beiden Hinterbeinen nicht ausgehöhlt. An seinen Vorderbeinen ist ein Besiegter zu sehen. Seine Ohren wurden ursprünglich eingesteckt und gingen schon lange verloren, jetzt kann man nur zwei Löcher sehen. Die Xia-Macht bestand nur eine kurze Zeit und hinterließ ganz wenige Gegenstände, deshalb ist dieses Pferd sehr kostbar.

Am Ende des von Bäumen und Sträuchern gesäumten Weges steht ein schöner Pavillon im traditionellen Baustil, das ist der Anfang der Stelensammlung.

Diese größte und beste Stelensammlung Chinas hat schon eine 900 Jahre alte Geschichte: im Jahr 1087 brachte man die ersten zusammengetragenen Stelen in diese Stätte. Ihre Entstehung kann man auf die Tang-Zeit zurückführen.

Vor Erfindung des Buchdrucks musste man alles, was man studieren wollte, mit der Hand abschreiben. Bei solchem Schreiben ging man oft fehl. Um ein Vorbild für die klassischen Werke, die man in der fendalen Gesellschaft studieren musste, zu geben, ließ der Kaiser Wenzong, der fünfzehnte Kaiser der Tang-Dynastie, die zwölf klassischen Bücher in Steintafeln eingravieren. Man nannte diese zwölf Kaichen-Shijing (die in Steine gravierten klassischen Werke aus der Regierungsperiode Kaicheng), weil sie in dieser Periode fertiggestellt wurden. Die Steinbücher standen ursprünglich in der kaiserlichen akademischen Anstalt. Am Ende der Tang-Dynastie wurden sie wegen der Kriegswirren in der Wüsten zurückgelassen und von Unkraut überwuchert. In der Periode der Südlichen und Nördlichen Dynastien wurden sie in einen verlassenen Hof, wo in der Tang-Zeit ein Amt war, unter den amtlichen Schutz gebracht. Da jener Hof zu tief und feucht war, wurden sie im Jahr 1087 in die heutige Stätte verlegt. Von da an wurde die Sammlung immer größer. Die Bezeichnung "Stelenwald" entstand am Anfang der Qing-Zeit. Da die Stelen hier in einer großen Menge wie Bäume im Wald standen, nannte man diese Sammlung "Stelenwald", Im Museum sind heute insgesamt über 3000 Stelen (von der Han-Zeit bis zum Anfang dieses Jahrhunderts) aufbewahrt, davon sind über 1000 Steine in sieben Hallen, sechs Galerien und einem Pavillon ausgestellt. Die Ausstellungsfläche beträgt ungefähr 3000 Quadratmeter. In dieser Sammlung kann man sowohl eine Schatzkammer der chinesischen Kalligraphie, als auch viele wichtige klassische Werke und Dokumente, die die erfolgreiche alte Kultur zeigt, finden.

Oben an dem Pavillon stehen zwei vergoldete Schriftzeichen. Sie bedeuten Stelenwald und stammen von dem bekannten Patrioten Lin Zexu in der Qing-Zeit. Lin Zexu war ein großer Kämpfer gegen die Opiumeinfuhr. Als kantonesischer Gouverneur ließ er im Jahr 1839 20000 Kisten Opium aus British-Indien beschlagnahmen und bei Humen verbrennen. Daraufhin begann der Opiumkrieg. Nach dem Opiumkrieg wurde er nach Xingjiang verbannt. Auf dem Weg dorthin hatte er in Xian einen kurzen Aufenthalt und schrieb diese zwei Schriftzeichen.

Im Pavillon steht die größte Stele im Museum. An vier Steinplatten wurde im Jahr 754 n. Chr. das Buch über die Pietät eingraviert. Am Anfang steht das Vorwort, das der siebte Kaiser der TangDynastie für dieses Buch verfasste. Dann folgt der Inhalt des Buches in größeren Schriftzeichen, in kleineren Schriftzeichen findet man die von demselben Kaiser formulierten Anmerkungen. Das Buch wurde auch von demselben Kaiser geschrieben. In der alten ethischen Philosophie Chinas war die Pietät eine der grundlegenden Verhaltensweisen, die die Philosophie forderte. In einem Zeitraum von 2000 Jahren war die Pietät nicht nur ein wichtiges moralisches Prinzip, sondern auch eine wichtige Taktik der Herrscher beim Regieren, indem man die Pietät als ein Maßstab ins politische Gebiet einführte. Das Buch wurde von Kontuzius Schüler Cengcan verfasst. Diese Stele ist ungefähr sechs m hoch. An ihrem dreistufigen Steinuntersatz ist sie mit Ranken-, Blumen- und Löwenornamenten verziert, an ihrem Aufsatz mit Wolken- und Fabelwesenornamenten. Wegen des Steinfundaments nannte man sie "die Stele mit dem klassischen Werk über Pietät auf einem Steinuntersatz".

In der ersten Halle sind die oben erwähnten zwölf klassischen Werke ausgestellt. Diese sind: "Das Buch der Wandlungen", "Das Buch der alten Urkunden", "Die Gesamtsammlung der Lieder", drei Bücher über Zeremonie, drei Geschichtsbücher "Die Gespräche von Konfuzius mit seinen Schülern", "Das Buch über die Pietät", "Das Buch Erya (das älteste Wörterbuch Chinas). Sie sind an 114 Stelen beiderseits eingraviert. "Das Buch Menzius", an 17 Stelen stammt aus dem Jahr 1664. Seit der Han-Zeit wurden die sogenannten Klassiker siebenmal graviert, nur diese Gravuren sind heute noch so gut erhalten. Bei dem Erdbeben im Jahr 1555 in der Guanzhong-Ebene waren 40 Stelen davon entzweigebrochen. Im Jahr 1588 wurden sie wieder restauriert. Alle Schriftzeichen, die in dieser Katastrophe verloren gingen, gravierte man an 97 kleine Steinplatten ein und stellte die Platten neben die entsprechenden Stelen. In der feudalen Gesellschaft waren diese Bücher für Gebildete Pflichtlektüre.

In der zweiten Halle sind die Stelen mit dem schönen kalligraphischen Kunstwerken aus der Tang-Zeit ausgestellt. In der Tang-Zeit erreichte die chinesische Kalligraphie ihren Höhepunkt. Weil alle Tang-Kaiser die Kalligraphie leidenschaftlich liebte und förderte, legte man damals großen Wert auf die Kalligraphie. So entstanden viele große Kalligraphen wie Ouyang Xun Chu Suiliang. Yan Zhenqing, Liu Gongquan und so weiter. Alle kalligraphischen Suie erreichten einen hohen Standard.

Die Stele des Geburtstags von Huangfu

Sie stammt von dem großen Kalligraphen Ouyang Xun aus der früheren Tang-Zeit. Er gründete den Ou-Stil, der bis heute noch sehr üblich ist. Diese Stele ist in der chinesischen Kalligraphie als Vorbild der Siegelschrift bekannt.

Die Stele des vom Tang-Kaiser verfassten Prologs zur Sutraübersetzung aus Tongzhou
Sie stammt von dem berühmten Kalligraphen Chu Suiliang aus der früheren Tang-Zeit. Diesen Prolog hatte er davor schon einmal geschrieben. Die Stele mit diesem Schreiben steht heute an der großen Wildganspagode. Aber damit war er nicht zufrieden, weil er meinte, dass er damals wegen der Gegenwart des Kaisers zurückhaltend war und seinen richtigen Standard nicht entfalten konnte. Als er Gouverneur der Provinz Tongzhou war, schrieb er diesen Prolog noch einmal, so entstand diese Stele.

Das ist auch eine Stele desselben Prologs zur Sutraübersetzung, aber sie besteht aus Wang Xizhis Schriftzeichen, die der buddhistische Mönch Huairen zusammentrug. Huairen war der Mönch im Hongfu-Kloster in der Tang-Zeit. Als ein Buddhist war er sehr stolz darauf, dass der Kaiser Taizong für die Sutraübersetzung ein Vorwort verfasste. Da der Kaiser den Kalligraphen Wang Xizhi aus der Östlichen Jin-Dynastie sehr hoch schätzte, sammelte er aus den von Wang hinterlassenen Schriftstücken die Zeichen und trug den Text zusammen. Daran arbeitete der Mönch insgesamt 24 Jahre. Um fehlende Zeichen zu finden, setzte er einst eine hohe Belohnung landesweit aus.

Die Stele aus dem Ahnentempel der Familie Yan

Sie stammt von dem großen Kalligraphen Yan Zhenqing aus der Tang-Zeit. In der Geschichte war der Meister auch wegen seiner Rechtschaffenheit und Treue bekannt. Beim Niedreschlagen der größten Rebellion in der Tang-Zeit leistete er hervorragende Verdienste. Später wurde er von einem Rebellen erhängt. Er ist einer der größten Kalligraphen Chinas. Er gründete den Yan-Stil, der heute noch beliebt ist. Diese Stele schuf er mit 73 Jahren, sie gilt als ein vorbildliches Kunstwerk im Kursivstil.

Die Stele der Xuanmi-Pagode

An dieser Stele ist die Handschrift des großen Kalligraphen Liu Gongquan aus der späteren Tang-Zeit zu sehen. Als akademischer Berater leistete er bei drei Tang-Kaisern seine Dienste, deshalb hatte seine Kalligraphie landesweit einen guten Leumund. Es wurde of als respektlos den Eltern gegenüber angesehen, wenn man für das Grabmal seiner Eltern keine Handschrift von Liu Gongquan bekommen konnte. Sogar viele Japaner und Koreaner kamen eigens nach Changan, um seine Handschrift zu besorgen. Liu Gongquan und Yan Zhenqing stellen den höchsten Standard der Kalligraphie in der Tang-Zeit dar. Der von ihm gegründete Liu-Stil ist heute noch sehr beliebt. Diese Stele fertigte er mit 64 Jahren an, sie gilt als das kursivrepräsentative Schriftstück.

Die Stele der Verbreitung des Nestorianismus in China

Diese Stele stellt zur Forschung wertvolles Material über den Kulturaustausch zwischen China und anderen Ländern in der Tang-Zeit dar. Der Nestorianismus, eine christliche Sekte, wurde im Jahr 431 n. Chr. in der heutigen Türkei gegründet. Dem Bericht an der Stele zufolge kam eine nestorianische Mission im Jahr 635 in Changan an und wurde feierlich empfangen. Mit der Genehmigung des Kaisers verbreitete sie ihre Lehre und gründete eine der ältesten christlichen Gemeinden in China. Die Stele entstand im Jahr 781, daran stehen die nestorianischen Doktrinen und Kanons, die langjährigen Verbreitungstätigkeiten in der Tang-Zeit und die Namen von 72 Nestorianern in Chinesisch und Syrisch. Am oberen Ende kann man ein kleines Kreuz erkennen. Sie stand ursprünglich im Daqin-Tempel. In den Kriegswirren ging sie verloren. Im Jahr 1623 hat man sie wieder gefunden und in den Jinsheng-Tempel in der westlichen Vorstadt verlegt. Später kam ihre Kopie nach Europa, der Text wurde ins Lateinische übersetzt, viele Länder zeigten großes Interesse an dieser Stele. Manche Leute meinten, dass eine solche Stele in Europa stehen sollte, weil die meisten Chinesen da lebten. Im Jahr 1907 schickte Britannien Holmore, einen Dänen, nach Xian, um die Stele für 3000 Liang Silber zu erstehen. Nachdem die Nachricht sich in Xian verbeitete, entstand ein heftiger Protest dagegen. Der Guverneur der Provinz Shaanxi ließ sofort diese Stele in den Stelenwald unter Schutz stellen. Holmore musste mit einer Nachbildung nach Britannien zurückkehren. Heute kann man in einigen Ländern eine Nachbildung davon sehen.

In der dritten Halle zeigt man verschiedene Schreibstile von der Han-Zeit bis zur Song-Zeit: Siegelschrift, Kanzleischrift, Normalschrift, Kursivschrift und Grasschrift. An diesen Stelen kann man die Tradition der chinesischen Kalligraphie und ihre Entwicklung vom Bildhaften hin zur Abstraktion kennenlernen.

Die Stele aus dem Cangjie-Tempel

Unseren historischen Überlieferungen zufolge geht die Erfindung der chinesischen Schriftzeichen auf Cangjie zurück. Er leistete als Geschichtsschreiber bei dem Gelben Kaiser (einer legendären Gestalt in der chinesischen Prägegeschichte) seine Dienste. Um ihn zu ehren, richtete man in der Östlichen Han-Zeit diese Stele auf.

Die Stele von Tang Gongfang

Der Gebrauch vor einem Grab ein Denkmal zu setzen, entstand in der Östlichen Han-Zeit. Diese Stele ist kaum lesbar, aber man kann daran die älteste Form eines Grabsteins sehen. Grabstein heißt auf Chinesisch Bei. Bei diente eigentlich auf dem Kaiserhof oder Ahnentempelhof als Säule, an der man das Opfertier anbinden konnte, und an ihrer Schattenverlegung konnte man außerdem die Zeit feststellen. Bei einer Bestattung diente Bei auch als Stütze für eine Winde, mit der man den Sarg ins Grab setzte. Heute kann man ein Löchlein zu diesem Zweck sehen. Am Anfang war Bei meistens aus Holz, in der Han-Zeit aus Stein und wurde zum Denkmal des Grabes. Die Stele von Tang Gongfang ist der älteste Grabstein der Sammlung.

Diese Stele in der Siegelschrift stammt von dem Mönch Mengying aus der Song-Zeit. Die Siegelschrift ist die älteste Schreibweise. Im Jahr 999 n. Chr. schrieb der große Kalligraph Mengying 540 Radikale und Komponenten der chinesischen Schriftzeichen in Siegelschrift und ließ sie an die Stele eingravieren. Er versah jede Komponente und jedes Radikal mit einer Lautschrift in Normalschrift. Für die Forschung der Siegelschrift und der Entwicklung der Schriftzeichen ist sie eine wertvolle Stele.

Das ist ein Rest der Stele, in der das Buch der Wandlungen eingraviert wurde. Im 4. Jahr der Regierungsperiode Xiping der Han-Dynastie hat man zum ersten Mal in China die klassischen Werke eingraviert. Aber diese Steinwerke wurden am Ende der Han-Zeit schon zerstört. Von den fünf Steinbüchern aus der Han-Zeit, dem Buch der Wandlungen, dem Buch der alten Urkunden, Annalen der Frühling- und Herbstperiode, dem Buch der Riten und dem Buch der Gespräche Konfuzius mit seinen Schülern kann man jetzt nur diese sehen.

Diese Stele wurde im Jahr 185 n. Chr. für den Kreisvorsteher Cao Quan aufgerichtet und im Jahr 1956 in den Stelenwald verlegt. Sie zeigt die Kanzleischrift, die am Ende der Qin-Zeit entstand. Nach unseren Volkssagen ist ihr Erfinder der Gefängnisvogt Cheng Miao. Er vereinfachte die Siegelschrift, die in der Qin-Zeit üblich war, und schuf eine neue Schreibweise. Im Gegensatz zur Siegelschrift war die Kanzleischrift viel leichter zu schreiben, deshalb verbreitete sie sich in der Han-Zeit sehr schnell. Aber von wem diese Stele geschrieben wurde, weiß man heute leider nicht mehr.

Hier gibt es einige Stelen in der Normalschrift, sie stammen von dem großen Kalligraphen Yan Zhenqing aus der Tang-Zeit. Die Normalschrift entstand in der Periode der Drei Reiche (220 n. Chr. bis 280) und wurde in der Sui- und Tang-Zeit zur üblichen Schreibweise. Von da an musste man nach kaiserlicher Anordnung in allen ämtlichen Schreiben und bei kaiserlichen Prüfungen diese Schreibweise benutzen.

Diese Stele zeigt den Text aus 1000 unterschiedlichen Schriftzeichen in Grasschrift. In der Vergangenheit diente er als das ABC-Buch für Kinder, man konnte damit lesen und schreiben lernen. Diese Stele stammt von dem Mönch Huaisu, einem bekannten Kalligraphen aus der Tang-Zeit, sie übte einen großen Einfluß auf die Nachkommen aus. Die Grasschrift ist eine Schreibweise, in der man schnell schreiben kann, aber sie ist schwer zu lesen.

In der vierten Halle zeigt man einige schöne kalligraphische Schriftstücke von der Song-Zeit bis zur Qing-Zeit. Außerdem sind hier noch die Stelen, die die geschichtlichen Fakten beschreiben und Strichzeichnungen darstellen.

Das sind die Gedichte von Su Shi und Huang Tingjian in ihren eignen Handschriften. Die beiden sind große Dichter aus der Song-Zeit.

Die zwei Damo-Darstellungen

Damo (Bodhidharma) war eigentlich ein indischer Prinz, später wendete er sich zum Buddhismus. Im Jahr 520 n. Chr. kam er nach China. Zuerst hielt er sich an dem Hof des ersten Kaisers der Liang-Dynastie auf. Da ein großer Meinungsunterschied zwischen Damo und dem Kaiser bestand, verließ er die Hauptstadt Nanjing, setzte über das Meer und zog ins Shaolin-Kloster. Nachdem er gegen die Wand gerichtet neun Jahre meditierte, gründete er die Chan-Sekte des Buddhismus. An der einen Stele ist Damo, der mit einem Schilfrohr über das Meer setzt, an der anderen Damo, der gegen die Wand gerichtet meditiert, dargestellt.

Die Stele mit der Darstellung der acht schönsten Landschaften in der Guanzhong-Ebene

Diese Stele stammt aus dem Jahr 1680, wurde von Zhu Jiyi gezeichnet und geschrieben. Sie stellt die bekannten Landschaften in der Guanzhong-Ebene dar, jede Landschaft in Strichzeichnung wird von einem Gedicht gepriesen.

Die Stele mit der Kuixing-Darstellung

In der chinesischen Mythologie ist Kuixing (Kui-Stern) ein Gott für literarische Tätigkeiten. In der Vergangenheit befand sich in jeder Lehrstätte ein Ehrenhaus oder ein Ehrenraum für ihn. In der Nähe des Museums auf der Stadtmauer steht ein Ehrenturm für Kuixing. Früher wurde der beste von denen, die eine kaiserliche Prüfung bestanden hatten, auch Kui genannt. Diese Darstellung ist eine Kuixing-Gestalt in dem Schriftzeichen Kui. Aber dieses Schriftzeichen besteht auch aus acht anderen Zeichen, die ein Prinzip des Konfuzianismus bilden: sich moralisch vervollkommen. Selbstzucht üben und das Ritual wiedereinführen.

Die Stele mit der Bambus-Darstellung von Wang Wei

Wang Wei, ein großer Dichter aus der Tang-Zeit, malte einst im Kaiyuan-Tempel ein Fresko mit dem Bambusmotiv, das bald landesweit bekannt wurde. Um diese Darstellung zu erhalten, ließ You Shixiong im Jahr 1091 diese Zeichnung an die Stele gravieren. Von der Malerei aus der Tang-Zeit kann man heute sehr wenig sehen, deshalb ist diese Nachzeichnung sehr kostbar.

An einer anderen Stele kann man auch eine Darstellung mit dem Bambusmotiv sehen, aber in diesem Bild ist ein Gedicht versteckt. Angeblich stammt das Gedicht von dem General Guan Yu aus der Periode der Drei Reiche. Nach einer blutigen Schlacht wurde Guan Yu gefangengenommen. In der Gefangenschaft malte er einen Bambus, in dem ein Gedicht versteckt war. Er ließ seinem Herrn diese Malerei übergeben. Mit diesem Gedicht wollte er seine ewige Treue zu seinem Herrn ausdrücken. Später hat man nach dieser Sage diese Darstellung geschaffen. Es ist ein Symbol für Unbeugsamkeit und Treue.

In der fünften Halle stehen hauptsächlich die Stelen der Niederschriften von verschiedenen Ereignissen aus der Song-, Yuan-, Ming- und Qing-Zeit. In diesen Texten handelt es sich hauptsächlich um die Renovierung eines Tempels, die Ausschreibungen eines Verdienstes, den Bau einer Bewässerungsanlage oder der Stadtmauer und um eine Unterstützung der Schule. Sie sind die wichtigen Materialien für die Forschung der Lokalgeschichte und der damaligen Gesellschaft. Außerdem sind hier noch die Stelen mit sehr schöner Kalligraphie, besonders mit einem Schriftzeichen in einem Strich.

In der sechsten Halle sind die Stelen mit einigen schönen Gedichten aus verschiedenen Zeiten wie "Wanderung zum Tianguan-Berg" von Zhao Mengzhao aus der Yuan-Zeit, "Abschied in einer Gaststätte" von Dong Qichang aus der Ming-Zeit, "Wanderung zum Hua-Berg" von Ling Zexu aus der Qing-Zeit.

Die siebte Halle wurde im Jahr 1982 eigens für die Stelen der sogenannte kalligraphische Hofsammlung der Regierungsperiode Chunhua gebaut. Diese Sammlung am Kaiserhof besteht aus zehn Bänden. In den fünf ersten Bänden handelt es sich um die Handschriften von Kaisern, Ministern und Kalligraphen aus verschiedenen Zeiten, in den fünf anderen um die Handschriften von Wang Xizhi und Wang Xianzhi in der Grasschrift. Diese Sammlung wurde im Jahr 992 in Dattelholzplatten geschnitzt und am Kaiserhof aufbewahrt. Nach kurzer Zeit wurde sie schon zerstört. Von der Song-Dynastie bis zur Qing-Dynastie wurde sie mehrmals in Steine abgraviert. Diese Abgravierung an 145 Stelen stammt aus dem Jahr 1646. In dieser Halle kann man noch einige Stelen verkehrt stehen sehen. Aber das ist kein Fehler bei der Montage, sondern ein Fehler beim Gravieren. Diese Stelen wurden auf einer Seite verkehrt eingraviert. Diesen Fehler konnte man nicht verbessern.

Die Halle für die Skulpturensammlung wurde im Jahr 1963 errichtet. Diese Sammlung enthält 76 Steinskulpturen von der Han-Zeit bis zur Tang-Zeit. In zwei Ausstellungsteilen: monumentale Skulpturen und religiöse Skulpturen sind diese Kunstwerke, die früher in der ganzen Provinz verstreut waren, in chronologischer Reihenfolge aufgestellt. Die Skulpturen zeigen eine zügige Gravierung, sind kräftig und lebendig gestaltet und haben einen naturgetreuen Ausdruck.

Die plastische Kunst ist ein Kleinod im chinesischen kulturellen Erbe. Shaanxi ist ein Gebiet, in dem die Steinplastik sehr früh entstand und heute noch viele Skulpturen zu finden sind. Aufgrund einer großen Menge von den bekannten Skulpturen aus der Han- und Tang-Zeit hat unsere Provinz in der Geschichte der chinesischen Kunst eine wichtige Stellung.

In der Östlichen Han-Zeit (im ersten Jh.) entstand der Brauch, Tierplastiken als Wächter an ein Grab zu setzen. Diese zwei Tierfiguren heißen Bixie (Teufel austreiben). Sie sind erfundene Fabeltiere, an denen man Merkmale von Tigern, Löwen und Leoparden erkennen kann. Diese teufelaustreibenden und glückverheißenden Tiere sind in einer lebendigen und machtvollen Gestalt mit kräftigen Beinen dargestellt. Sie repräsentieren die Talente und Fertigkeiten der Meister aus der Östlichen Han-Zeit.

Diese Steinplatten mit Basreliefs stammen aus der Östlichen Han-Zeit. Sie wurden in Nordshaanxi ausgegraben. Sie dienten hauptsächlich als Grabbauteile, z.B. als Oberschwelle einer Grabtür oder als Schmuck in einer Grabkammer. In der Westlichen Han-Dynastie glaubte man, dass der Mensch nach dem Tod in einer anderen Welt weiter lebte. In der Hoffnung, in jener Welt weiter im Wohlstand zu leben, legte man großen Wert auf den Grabbau und legte viele Gegenstände als Grabbeigaben ins Grab. Man gravierte verschiedene Lebensszenen an die Steine, die als Grabbauteile dienten. So entstanden Steinplatten mit Darstellungen, verschiedene Lebensbereiche: Jagd, Tanz- und Musikveranstaltung, Festessen und Feldbestellung. Außerdem sind auch manche Motive aus der chinesischen Mythologie zu sehen. Sie sind nicht nur kostbare Kunstwerke, sondern auch eine wahrheitsgetreue Abbildung des Lebens in der Han-Zeit.

In Nordshaanxi hat man insgesamt 500 solche Steinplatten gefunden, davon sind 133 in diesem Museum gesammelt und aufbewahrt. Dieses Steinbasrelief zeigt, wie man damals in Nordshaanxi mit einem Ochsen pflügte. Es ist ein wertvolles Material zur Forschung des Ackerbaus im alten China. Da ein solches Bild des Pflügens heute in China sehr selten zu sehen ist, ist diese einfache Strichzeichnung sehr kostbar.

Das ist eine Grabtür. An ihren Flügeln und ihrem Rahmen sind ein scharlachfarbener Vogel, ein grüner Drachen, ein weißer Tiger und ein düsterer Krieger geschnitzt. Sie sind die Zeichen der vier Himmelsrichtungen und der vier Jahrzeiten. Sie sind auch Symbole für die Gottheiten der vier Richtungen. Sie wurden an einer Tür geschnitzt, um böse Geister auszutreiben und Glück zu verheißen.

Der Steinsarg von Li Jingxun stammt aus der Sui-Dynastie, die nur kurze Zeit bestand (581 bis 618). Der Sarg wurde im Jahr 1957 am Yuxiang-Stadttor entdeckt und gehörte einem neunjährigen Mädchen aus einer adeligen Familie. Er hat die Gestalt eines verkleinerten Dreizimmerhauses. An der dachförmigen Decke wurden Reliefs von Ziegelreihen und Ziegelreihenschlüssen geschnitzt. An den Außenwänden sind Tür, Fenster und Dienstleute geschnitzt, an den Innenwänden Blüten, Bäume und Menschfiguren. Da man heute kaum einen originalen Bau aus der Sui-Zeit sehen kann und es auch in den Büchern keine genaue Beschreibung dafür gibt, ist dieser Steinsarg ein kostbares Modell eines Baus aus der Sui-Zeit.

Der Steinsarkophag und das Denkmal in Schildkrötengestalt von Li Shou stammt aus der Tang-Zeit. Li Shou war der Vetter des Gründers der Tang-Dynastie und trug einen Fürstentitel. Der Sarkophag, der im Jahr 1973 ausgegraben wurde, ist eine typische Steinschnitzerei aus der früheren Tang-Zeit. Er besteht aus 28 Stücken. In der Mitte ist eine Steintür, die man öffnen kann. An den Außenwänden sind die Reliefs von den Göttern der vier Himmelsrichtungen, Wächtern mit Hellebarde, Beamten mit Notiztäfelchen, Offizieren mit Schwertern und Gottheiten auf Drachen und Tigern graviert. An den Innenwänden sieht man Dienstleute, Musikanten und ein Sternbild, am Boden die zwölf Tiere für die chinesischen Sternzeichen.

Ein Denkmal in Schildkrötengestalt ist sehr selten zu sehen. Das ist das einzige, das man entdeckt hat. In der Tang-Zeit war die Schildkröte ein Symbol für Langlebigkeit und hohe Stellung.

Dieses Steinnashorn aus dem Jahr 635 stand ursprünglich an Xianling, dem Mausoleum des ersten Kaisers der Tang-Dynastie. Es ist 10 Tonnen schwer, wurde angeblich nach einem lebendigen Vorbild geschnitzt. Historischen Überlieferungen zufolge wurde am Anfang der Tang-Zeit ein Nashorn als Tribut für den Kaiserhof nach Changan gebracht. Es wurde bald ein Lieblingstier des ersten Kaisers. Nach dem Tod des Kaisers setzte man eine steinerne Kopie von diesem Nashorn als Wächter an sein Grab.

Diese gehenden Löwen befanden sich eigentlich an Zhaoling, dem Mausoleum des zweiten Kaisers der Tang-Dynastie. An jedem Löwen steht ein Dresseur ohne Kopf. Er trug eine Tracht von der Hu-Nationalität. Angeblich war das Löwenzähmen damals sehr üblich. Ein gezähmter Löwe konnte nach der Melodie tanzen. In der Tang-Zeit war der Löwentanz ein beliebter Genuß am Kaiserhof.

Diese galoppierenden Pferde sind die bekannten Reliefs von den sechs Rossen aus Zhaoling. Zum Andenken an die sechs Streitrosse, die er in zahlreichen Schlachten ritt, ließ Li Shiming, der zweite Kaiser der Tang-Dynastie dieses Relief schnitzen und in seine Grabanlage setzen. Bei diesem Relief wurde eine lebendige Wiedergabe angestrebt. Die Rosse sind in ihrer natürlichen Bewegung mit Sattel- und Zaumzeug zu sehen. Die Zeichnungen, nach denen die Reliefs geschnitzt wurden, stammen von dem berühmten Maler Yan Liben aus der Tang-Zeit. In den Originalzeichnungen war jedes Roß mit einem Lobgedicht des Kaisers versehen. Im Jahr 1914 wurden zwei von ihnen von einem Amerikaner gestohlen und in die USA gebracht. Heute stehen sie im Universitätsmuseum von Philadelphia, deswegen kann man heute hier nur zwei Nachbildungen sehen. Im Jahr 1918 wurden die vier anderen von demselben Amerikaner zerschlagen und in Kästen zum Transport verpackt. Glücklicherweise wurde dieser Diebstahl in Xian zurückgehalten.

Dieses Straußenrelief kommt von Duanling, dem Mausoleum des sechzehnten Kaisers der Tang-Dynastie. Es galt als goldener Vogel (nach einem legendären Vogel, der ein Symbol für die Sonne war). Als glückverheißender Vogel befanden sich diese Darstellungen an vielen Kaisergräbern der Tang-Dynastie.

Von der Biegung des Besichtigungsweges an sind die religiösen Skulpturen ausgestellt, die meisten davon sind buddhistisch.

Der Buddhismus kam im ersten Jh. N. Chr. in China. Zwischen Mitte des dritten Jahrhunderts und Ende des sechsten Jahrhunderts verbreiteten sich einige buddhistische Sekten in China. Es gab damals manche bekannte Gelehrte, die eigens buddhistische Predigten hielten. In der Tang-Zeit war der Buddhismus in seiner Blütezeit. In dieser Periode entstanden verschiedene Sekten des chinesischen Buddhismus. Mit dem Buddhismus wurde die Götzenplastik auch in China eingeführt, das förderte die Entwicklung der chinesischen Plastik.

An dieser Statue aus der Periode der Südlichen und Nördlichen Dynastien kann man deutliche Merkmale der Gandhara-Skulpturen erkennen. Gandhara war das Kulturzentrum im Nordwesten des alten Indiens und stand unter hellenistischem Einfluß. Die frühen Plastiken des chinesischen Buddhismus folgten ganz der Kunstschule von Gandhara. Nach dem ikonographischen Kanon wurden die allgemeine Erscheinungsform, Maße und Proportionen der Buddhas und Bodhisattvas festgelegt. Dahinter stand der Wunsch, das "richtige" Bildwerk zu schaffen und ihm Gültigkeit zu verleihen. Der verklärte Körper des Buddha hatte mit der realen Gestalt des historischen Buddha nichts zu tun. Es war durch eine Reihe von Merkmalen gekennzeichnet: dem Schädelauswuchs (Erleuchtungserhöhung), der Locke oder dem punktförmigen Haarbüschel zwischen den Augenbrauen (Weisheitauge), der Flamme der Erleuchtung auf dem Kopf, den langgezogenen Ohrläppchen und der Mandoria. Eine Buddha-Statue hatte immer einen friedlichen und gelösten Gesichtsausdruck und ein stilles Lächeln. Für die Körperhaltungen halten bestimmte Schemata, die festgelegten Haltungen der Hände haben einen tiefen symbolischen Sinn.

Diese Maitreya-Statue stammt aus der Sui-Zeit. Sie ist wohlproportioniert, fein gearbeitet und im typischen Stil der Sui-Zeit. An den Statuen aus der Sui-Zeit war ein chinesischer Wesenzug deutlich zu sehen. In dieser Periode hatte die buddhistische Plastik eine starke Neigung zum Statuorischen. Die Körper waren füllig, die Gesichtszüge waren klar und harmonisch. Lider und Brauen schwangen in schönen Linien.

In der Tang-Zeit erlebte die chinesische Kultur ihre Blütezeit und die Plastik des chinesischen Buddhismus war hochentwickelt. In dieser Epoche entstanden viele Schulen, die volkstümlich waren und eine künstlerische Perfektion zeigten. Die Buddha-Statuen aus der Tang-Zeit strahlen Ruhe und Beschaulichkeit aus, sie sind füllig und körperhaft empfunden, mit gewölbter Brust und breiten Schultern.

Diese Bodhisattva-Figur auf einem Lotosthron ist grazil gestaltet, hat einen ernsten Gesichtsausdruck, die Muskeln, das Gewand und die Lotosblumenblätter sind naturgetreu gehaut und wahrhaft nachempfunden. Diese proportionierte Schnitzerei ist ein kostbares Kunstwerk aus der Tang-Zeit.

Dieser schön geformte Lampenständer aus Stein ist in neun Schichten gebaut. Bei dieser Schnitzerei enfaltete der Bildhauer seine Phantasie und schuf ein schönes Kunstwerk.

Diese Statue gehört zum Daoismus. Der Daoismus ist eine Religion der Han-Chinesen und wurde in der Östlichen Han-Zeit (im ersten Jh.) gegründet. Im religiösen Daoismus wird Laotse als Urheber verehrt. Das ist eine Statue von Laotse. Angeblich ist das ein Schnitzstück von dem berühmten Meister Yua Jiaer aus der Tang-Zeit.

Dieser Text wurde von Zeng Qi (曾琦) zur Verfügung gestellt

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    Das , eines der siebzehn Nebengräber in der Qianling-Grabanlage, liegt drei Kilometer südöstlich des Kaisergrabs.
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    Am Grab der Prinzessin Yongtai liegt das Qianling-Museum, darin sind die Grabfunde aus den Gräbern der Prinzessin Yongtai, des Kronprinzen Zhanghuai und des Kronprinzen Yide ausgestellt.
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  • Wildganspagode in Xian
    Heute steht ist die Große Wildganspagode im Stadtwappen der Stadt Xian und ist das Wahrzeichen der Stadt Xian.

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Luftverschmutzung in China

Feinstaubwerte (PM2.5) Peking
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Feinstaubwerte (PM2.5) Shenyang
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Alles über Chinas Bevölkerung und Chinas Nationalitäten und Minderheiten oder Statistiken der Städte in China.

* Basis: Volkszählung vom 26.04.2011. Eine Korrektur der Bevölkerungszahl erfolgte am 20.01.2014 durch das National Bureau of Statistics of China die ebenfalls berücksichtigt wurde. Die dargestellte Zahl ist eine Hochrechnung ab diesem Datum unter Berücksichtigung der statistischen Geburten und Todesfälle.


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Heute ist Samstag, der 19.08.2017 um 17:24:19 Uhr (Ortszeit Peking) während in Deutschland erst Samstag, der 19.08.2017 um 11:24:19 Uhr ist. Die aktuelle Kalenderwoche ist die KW 33 vom 14.08.2017 - 20.08.2017.

China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

Der chinesischer Nationalfeiertag ist am 1. Oktober. Es ist der Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Mao Zedong hatte vor 68 Jahren, am 1. Oktober 1949, die Volksrepublik China ausgerufen. Bis zum 1. Oktober 2017 sind es noch 43 Tage.

Das chinesische Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Da der chinesische Kalender im Gegensatz zum gregorianischen Kalender ein Lunisolarkalender ist, fällt das chinesische Neujahr jeweils auf unterschiedliche Tage. Das nächste "Chinesische Neujahrsfest" (chinesisch: 春节), auch Frühlingsfest genannt, ist am 16.02.2018. Bis dahin sind es noch 181 Tage.

Auch das Drachenbootfest "Duanwujie" (chinesisch: 端午節) ist ein wichtiges Fest in China. Es fällt sich wie andere traditionelle Feste in China auf einen besonderen Tag nach dem chinesischen Kalender. Dem 5. Tag des 5. Mondmonats. Es gehört neben dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest zu den drei wichtigsten Festen in China. Das nächste Drachenboot-Fest ist am 18.06.2018. Die nächste Drachenboot-Regatta (Drachenboot-Rennen) wird in 303 Tagen stattfinden.

Das Mondfest oder Mittherbstfest (chinesisch: 中秋节) wird in China am 15. Tag des 8. Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender begangen. In älteren Texten wird das Mondfest auch "Mittherbst" genannt. Das nächste Mondfest ist am 04.10.2017. Traditionell werden zum Mondfest (englisch: Mid-Autumn Festival), welches in 46 Tagen wieder gefeiert wird, Mondkuchen gegessen

Vor 90 Jahren eröffnete in der Kantstraße in Berlin das erste China-Restaurant in Deutschland. 1923 war dies ein großes Ereignis. Fremdes kannten die Deutschen damals nur aus Zeitungen, Kolonialaustellungen und aus dem Zoo. Heute gibt es etwa 10.000 China-Restaurants in Deutschland. Gastronomieexperten schätzen jedoch, dass in nur 5 % (rund 500) Originalgerichte gibt. Üblich sind europäisierte, eingedeutschte Gerichte in einem chinesischen Gewand. Finden Sie "ihren Chinesen" in Ihrer Stadt: China Restaurants in Deutschland im China Branchenbuch.

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