Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

Unser China Reiseführer steht nicht als PDF zum Download zur Verfügung, jedoch können Sie alle Informationen über die Volksrepublik China kostenlos online lesen.

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Aphorismus des Tages:


知子莫若父。


Niemand kennt den Sohn so gut wie der Vater.


Aphorismus

Auszeichnungen:

Spuren der Geschichte

Von der Gründung des ersten Staates in der chinesischen Geschichte bis zur Durchsetzung der Reform- und Öffnungspolitik hat sich in China viel verändert.

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Der erste Staat

In der klassischen chinesischen Historiografie werden Yao, Shun und Yu als Nachfolger des mythischen Kaisers Huangdi beschrieben. Qi, der Sohn Yus, habe die Thronfolge erblich gemacht. Zuvor – in der Epoche der "Fünf Kaiser", die alle Merkmale eines "Goldenen Zeitalters" trägt – sollen die Regenten unter Berücksichtigung von Befähigung und Verdienst aus dem Kreise von Clan-Oberhäuptern gewählt worden sein. Qi gilt als Be- gründer der Xia-Dynastie, die als der erste Staat der chinesischen Geschichte angesehen wird. Die Herrschaft der Xia-Dynastie dauerte mehr als 400 Jahre. 1600 v. u. Z. gründete Tang die Shang-Dynastie, die die Xia-Dynastie ablöste.

Die Glanzzeit der Philosophie

In den mehr als 400 Jahren zwischen dem 7. und 3. Jahrhundert v. u. Z. erlebte die chinesische Philosophie ihre Glanzzeit. Einige Dutzend philosophischer Richtungen kamen auf, darunter der Konfuzianismus, der Legalismus und der Daoismus sowie der Moismus und die Fünf-Elemente-Schule. Konfuzius mit seinem bekannten Werk Gespräche, Laozi (Laotse), dem das Dao De Jing (Tao Te King) zugeschrieben wird, und Sun Wu mit seinem Werk Über die Kriegskunst sind Vertreter dieser Epoche.

Der erste Einheitsstaat

Im Jahr 221 v. u. Z. vereinigte Yingzheng, der Herrscher des Qin-Reiches, ganz China und nannte sich "Erster Kaiser" (Shi Huang). Er vereinheitli- chte die Schrift, die Maße und die Währung und errichtete ein System von Präfekturen und Kreisen und gab dem Land eine Rechtsordnung. Das von ihm geschaffene Ideal der Kaiserherrschaft wurde auch in den folgenden mehr als 2000 Jahren nicht fallen gelassen. Qin Shi Huang begann mit dem Bau der 5000 Kilometer langen Chinesischen Mauer, baute eine Straße in die Grenzgebiete im Norden und ließ ein Mausole- um für sich errichten. Infolge der mangelnden Erfahrung hinsichtlich der Verwaltung eines so großen Staates, des Missbrauchs der Arbeitskräfte, der grausamen Gesetze und langjähriger Kriege wurde das Reich immer schwächer. Nach nur fünfzehn Jahren ihres Bestehens wurde die Qin-Dynastie von der Han-Dynastie abgelöst.

Zhang Qians Reisen in die westlichen Regionen

Während der Regierungszeit des Han-Kaisers Wudi (140–87 v. u. Z.) war China ein mächtiges Land. Mit der Entwicklung des Handelsverkehrs auf der Seidenstraße, die nach Westen bis nach Europa führte, erlebte die Han-Dynastie eine Blütezeit.

Zhang Qian (?–114 v. u. Z.) war ein berühmter Diplomat dieser Epoche. Im Jahr 138 v. u. Z. brach er zu einer Reise ins Königreich der Dayuezhi auf. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten kam er 126 v. u. Z. zurück nach Chang’an und ging 119 v. u. Z. auf Befehl des Kaisers Wudi erneut nach Westen und besuchte das Land der Wusun. Er bereiste auch Baktrien (Daxia) und erwähnte in seinen Berichten das Volk der Anxi. Zhang Qians Reisen förderten die Verbindung zwischen Zentralchina und den westlichen Regionen Die Beziehungen zwischen den Chinesen und den Völkern Zentralasiens wurden ausgebaut und der Handelsverkehr auf der Seidenstraße belebt.

Die erste allgemeine Geschichte anhand von Lebensbeschreibungen

Das Werk Historische Aufzeichnungen, fertig gestellt um 100 v. u. Z., ist die erste allgemeine Geschichte Chinas anhand von Lebensbeschreibungen. Der in diesem Werk behandelte Zeitraum umfasst rund 3000 Jahre und reicht bis in die Epoche des my- thischen Kaisers Huangdi zurück. Der Verfasser Sima Qian (ca. 145–87 v. u. Z.) war ein Hofhistori- ker der Han-Dynastie.

Erfindung der Papierherstellung

Cai Lun (?–121) war ein Eunuch am Kaiserhof der Han-Dynastie und erfand im Jahr 105 ein Pflanzenfaser-Papier aus Baumrinden, abgenutzten Fischernetzen, Lumpen und Hanf. Dieses Papier erwies sich als besseres und preiswerteres Schreibmaterial, dessen Grundstoffe zudem leicht zugänglich sind. Daher fand es weite Verbreitung in China und der Welt.

Anlage des Großen Kanals

Der Han-Dynastie folgten die Drei Reiche, die Jin-Dynastie sowie die Südlichen und Nördlichen Dynastien. In dieser Zeit zerfiel der Staat und die Herrschaft wechselte häu- fig, bis die Sui-Dynastie China wieder vereinigte.

Yang Guang (569–618), der zweite Kaiser der Sui-Dynastie, wird in der traditionellen Historiografie als negativer und despotischer Charakter beschrieben. Um sich den Weg zum Kaiserthron zu ebnen, soll er seinen Vater und seinen Bruder ermordet haben. Kriege gegen Korea und der Bau des Großen Kanals, der Nord- mit Südchina verbinden sollte, machten ihn im Volk unbeliebt, da zugleich Hungersnöte ausbrachen und Über- schwemmungen auftraten. Bauernaufstände beschleunigten den Niedergang seiner Herrschaft. In Jiangdu (dem heutigen Yangzhou) wurde er im Frühjahr 618 von den eigenen Höflingen erdrosselt.

Heirat der Prinzessin Wencheng mit Songtsen Gampo

Im Jahr 641 verheiratete Taizong, der zweite Kaiser der Tang-Dynastie, seine Tochter, Prinzessin Wencheng (625–680), mit Songtsen Gampo (?–650), dem König von Tubo (Tibet). Die Prinzessin Wencheng lebte 40 Jahre lang in Tibet und half dem König Songtsen Gampo bei der Regierung. Sie brachte zahlreiche Gelehrte, Musiker sowie Fachleute und Werkzeuge für Landwirtschaft, Seidenraupenzucht, Schnapsdestillation, Papierherstellung etc. nach Tibet, was die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region förderte. Sie genießt an der Seite ihres Gatten bis heute den Respekt der Tibeter, die ihr Andenken in hohen Ehren halten.

Jianzhens Reise nach Japan

Jianzhen (688–763) war ein hochgebildeter Mönch. Im Alter von 14 Jahren bekehrte er sich zum Buddhismus und beschäftigte sich im Kloster mit der buddhistischen Mönchsordnung (vinaya). Im Jahr 753 reiste er nach Japan. Dort legte er die buddhistischen Sutren aus und verbreitete die buddhistischen Mönchsregeln, die er zu einer Lehrrichtung des Buddhismus ausbaute, welche in Japan als Ritsu-Schule bekannt ist.

Erfindung der Drucktechnik mit beweglichen Lettern

Die Song-Dynastie ist ein vereinigtes Reich nach der Tang-Dynastie. Sie dauerte mehr als 300 Jahre und hatte 16 Kaiser. In der Song-Zeit entwickelte sich das Handwerk rasch. In den Bereichen Verhüttung, Weberei, Schiffbau sowie Porzellan- und Papierherstellung usw. kamen bedeutende technische Innovationen auf.

Bi Sheng (?–ca. 1051) aus dieser Zeit erfand die Drucktechnik mit beweglichen Lettern. Die Lettern, jede für ein Schriftzeichen, wurden aus Ton geschnitten und dann im Feuer gehärtet. Beim Satz wurden die Tonlettern in einem eisernen Rahmen angeordnet. Eine Druckplatte war fertig, wenn der Rahmen mit Tonlettern ausgefüllt war. Nach dem Druck konnten die Lettern aus dem Rahmen gelöst und weiter verwendet werden. Der Druck mit beweglichen Lettern wird als eine Revolution der Drucktechnik angesehen.

Seereisen von Zheng He

Die Mongolen errichteten die Yuan-Dynastie, indem sie die Song in langwierigen Kämpfen besiegten. 1368 stürzte Zhu Yuanzhang (1328–1398), ein Anführer im Aufstand der Roten Turbane, die Yuan-Dynastie und gründete die Ming-Dynastie, die bis 1644 Bestand hatte. In der Ming-Dynastie wurden große Errungenschaften im Bereich der Wirtschaft, der Kultur, der Wissenschaft und Technik erzielt.

Zu Beginn der Ming-Zeit unternahm der Eunuch Zheng He (1371–1435) in den 28 Jahren von 1405 bis 1433 mit Unterstützung der Regierung sieben Seereisen mit einer großen Flotte, die an den Küsten von über 30 Ländern anlegte. Seine längste Fahrt führte ihn bis zur Ostküste Afrikas und zum Roten Meer. Die Seereisen von Zheng He förderten den wirtschaftlichen Austausch zwischen China und den Ländern in Asien und in Afrika.

Eroberung Taiwans durch Zheng Chenggong

Die Qing-Dynastie ist die letzte feudale Dynastie der chinesischen Geschichte. Sie wurde 1616 von den Mandschuren gegründet. 1644 drangen die Mandschu über den Pass Shan- hai Guan in das chinesische Reich ein und stürzten die Ming-Dynastie. Zheng Cheng- gong (Koxinga; 1624–1662) stand loyal zur Ming-Dynastie, kämpfte gegen die Qing- Armee, musste sich aber schließlich mit 20 000 Leuten und einigen hundert Schiffen nach Taiwan zurückziehen.

Anfang des 17. Jahrhunderts drang die Niederländische Ostindien-Kompanie (Veree- nigde Oostindische Compagnie) nach Taiwan ein und nutzte die Insel als Handelskolonie. 1662 eroberte Zheng Chengong die Inseln Taiwan und Penghu (Pescadoren) zurück und etablierte damit die Souveränität Chinas über Taiwan. Im Jahr 1684 richtete die Qing-Dynastie die Präfektur Taiwan und später Provinz Taiwan ein, wodurch Taiwan unmittelbar durch die Zentralregierung der Qing-Dynastie verwaltet wurde.

Festlegung der Titel des Dalai Lama und des Bainqên Lama

1653 bestätigte der Qing-Kaiser Shunzhi dem V. Dalai Lama den Titel "Dalai Lama" und 1713 der Kaiser Kangxi dem V. Bainqên Lama den Titel "Bainqên Erdeni". Gleichzeitig legte die Qing-Regierung fest, dass die Reinkarnationen von Dalai Lama und Bainqên Erdeni ihre Titel von der Zentralregierung bestätigen lassen müssen. Dieses System gilt bis heute.

Der Erste Opiumkrieg

Im 19. Jahrhundert begannen westliche Länder, allen voran Großbritannien, mit Opium das Tor zu China zu öffnen. 1839 ließ der chinesische Beamte Lin Zexu nahezu 1,2 Millionen Kilo Opium öffentlich verbrennen. Am 28. Juni 1840 blockierte die britische Flotte den Perlfluss und eroberte Xiamen, Shanghai und andere Häfen, und rückte anschließend entlang des Jangtse ins Landesinnere vor und bedrohte Nanjing.

Der Vertrag von Nanjing

Am 29. August 1842 erreichten britische Truppen die Stadt Nanjing und die Qing- Regierung wurde gezwungen, den ungleichen Vertrag von Nanjing zu unterschreiben. Neben umfangreichen Reparationsleistungen sah der Vertrag die Abtretung Hongkongs und die Öffnung von fünf Handelshäfen vor. Mit Gewaltanwendung drohend erhielten die USA, Frankreich, Spanien, Italien und andere Staaten die gleichen Privilegien wie Großbritannien.

Der Zweite Opiumkrieg

Zwischen 1856 und 1860 entfesselte die alliierte Flotte von Großbritannien und Fran- kreich mit Unterstützung Russlands und der USA den Zweiten Opiumkrieg gegen China. Die Qing-Regierung wurde gezwungen, mehrere ungleiche Verträge mit den vier Mächten zu schließen. Neben hohen Kriegsentschädigungen verlor China beträchtliche Gebiete seines Territoriums, insbesondere an Russland. Der als "Garten der Zehntausend Gärten" gerühmte Yuanmingyuan (Alter Sommerpalast in Peking) wurde von den britisch-französischen Alliierten geplündert und niedergebrannt.

Die Verwestlichungsbewegung

Die Verwestlichungsbewegung (1861–1890), die Mi- litär, Politik, Wirtschaft, Kultur und die Diplomatie erfasste, wurde von Regierungskreisen der Qing- Dynastie angeregt. Im Zuge dieser Bewegung wur- den die Rüstungsindustrie und andere Unternehmen entwickelt, Heer und Marine mit modernen Waffen ausgerüstet und Studenten nach Europa und in die USA zum Studium geschickt. Die Bewegung zur Verwestlichung versuchte das Land wohlhabend zu machen und militärisch zu stärken, verfehlte aber ihr Ziel, da die notwendigen politischen und gesellschaftlichen Reformen ausblieben.

Der Chinesisch-französische Krieg (1883–1885)

1882 versuchte Frankreich sein Einflussgebiet im Süden Vietnams nach Norden auszu- dehnen, geriet dabei in Konflikt mit chinesischen Interessen im nördlichen Vietnam. Beide Seiten konnten sich nicht auf ein gemeinsames Protektorat im Raum Tongking einigen. Ein Vorstoß französischer Truppen nach Südchina konnte zurückgewiesen werden. Im Jahr 1884 griff die französische Armee die Qing-Truppen in Lang Son an und attackierte die chinesische Marine in Taiwan und Fujian. Die Qing-Regierung hatte dennoch die Hoffnung, den Krieg zu gewinnen. Aber anstatt die chinesische Vorherrschaft im nördlichen Vietnam zu festigen, war das Ergebnis des Krieges eine fast siebzig Jahre währende Herrschaft Frankreichs über Vietnam.

Der Chinesisch-japanische Krieg von 1894

Im Jahr 1894 griff Japan Korea und China an. Der Chinesisch-japanische Krieg brach aus. Die japanische Armee kontrollierte bald die koreanische Halbinsel und errang durch eine Schlacht im Gelben Meer die Seeherrschaft. Dann griff die japanische Armee auf dem Land- und dem Seeweg den Nordosten Chinas und die Städte im Küstengebiet von Shandong an. Die Beiyang-Flotte der Qing-Dynastie wurde fast völlig vernichtet und China verlor den Krieg. 1895 unterzeichneten China und Japan den Vertrag von Shimonoseki, in dem unter anderem Taiwan an Japan abgetreten wurde. Die chinesische Regierung geriet in große Auslandsschulden und damit in immer größere Abhängigkeit von ausländischen Mächten.

Die Reformbewegung von 1898

1898 starteten die Reformer mit Kang Youwei (1858–1927) an der Spitze eine Reformbewegung in Politik, Militär, Wirtschaft und Kultur, um mit Hilfe der Qing-Dynastie eine konstitutionelle Monarchie in China zu schaffen und dadurch das Land zum Wohlstand zu führen. Die Reformbewegung stieß auf Widerstand der Konservativen am kaiserlichen Hof und wurde nach hundert Tagen durch ein brutales Massaker beendet.

Die Revolution von 1911

Die Revolution von 1911 war eine demokratische Revolution unter Führung von Sun Yat- sen. Dem Aufstand vorausgegangen war die Empörung über die Pläne der Regierung, die Eisenbahnen zu Lasten der Aktionäre chinesischer Betreibergesellschaften einem ausländischen Bankenkonsortium auszuliefern. Am 1. Januar 1912 wurde die Provisorische Regierung der Republik China in Nanjing ins Leben gerufen und am 12. Februar dankte der letzte Kaiser der Qing-Dynastie ab. Die Monarchie, die in China mehr als 2000 Jahre lang geherrscht hatte, wurde durch die Republik ersetzt.

Die 4.-Mai-Bewegung

Die 4.-Mai-Bewegung im Jahr 1919 wird als Ursprung neuer Impulse für zahlreiche wichtige Ereignisse in der modernen Geschichte Chinas betrachtet. Als unmittelbarer Auslöser für die Protestbewegung gilt die Entscheidung auf der Konferenz von Versailles, das von Japan besetzte ehemalige Konzessionsgebiet der Deutschen in Shandong nicht an China zurückzugeben. Wachsender Patriotismus führte zu einer Protestbewegung, die sich in allen sozialen Schichten in den wichtigsten Städten des Landes ausbreitete, wobei die Hauptrolle den Studenten zufiel. Arbeiterstreiks sowie Schul- und Händlerstreiks wurden in großem Umfang durchgeführt. In der Folgezeit gewannen die schon seit lan- gem aus dem Westen eingeströmten neuen Gedanken weiter an Einfluss. Die Verbreitung des Marxismus-Leninismus ist dabei besonders hervorzuheben.

Gründung der KPCh

Im Jahr 1921 trafen 13 Vertreter der verschiedenen kommunistischen Gruppen des Landes, darunter Mao Zedong (1893–1976), in Shanghai zum Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) zusammen. Heute ist die KPCh mit ihren mehr als 80 Millionen Mitgliedern die wichtigste Stütze der chinesischen Gesellschaft. Als einer der Gründer der KPCh und später der Volksrepublik China hat Mao Zedong einen bedeutenden Beitrag zur Revolution und zum Aufbau Chinas geleistet. Er war nicht nur Revolutionär und Militärstratege, sondern auch Dichter und Kalligraf.

Der Widerstandskrieg gegen Japan

Von 1937 bis 1945 kämpfte das chinesische Volk gegen die Aggression des japanischen Imperialismus und gewann schließlich den Krieg, der als "Widerstandskrieg gegen Japan" in die Geschichte einging. In diesem Krieg wurden mehr als 35 Millionen Chinesen ge- tötet bzw. verwundet und eine Unmenge von kostbarem Kulturerbe wurde zerstört oder ging verloren. Der unmittelbare Sachschaden belief sich auf über 100 Milliarden US- Dollar und der mittelbare Sachschaden auf über 500 Milliarden US-Dollar, berechnet nach dem Währungsverhältnis von 1937.

Gründung der Volksrepublik China

Am 1. Oktober 1949 versammelten sich die Einwohner von Peking auf dem Tian’anmen-Platz zu einer feierlichen Kundgebung, auf der Mao Zedong, der Vorsitzende der Zentralen Volksregierung, die Gründung der Volksrepublik China ausrief.

Der 1. Fünfjahrplan

Während des 1. Fünfjahrplanes (1953–1957) wurden erstaunliche Erfolge erzielt: Das Nationaleinkommen stieg jährlich um mehr als 8,9 Prozent; eine Reihe von grundlegenden Industriezweigen, die es bislang nicht gegeben hatte und die für eine Industrialisierung des Landes unentbehrlich waren, wie Flugzeugbau, Automobilindustrie, Schwer- und Präzisionsmaschinenbau, Elektrizitätsanlagenbau, Metallurgie und Herstellung von Bergbaumaschinen sowie Verhüttung von Edelstahl und Buntmetallen, wurden aufgebaut. Seitdem legt die chinesische Regierung alle fünf Jahre ein Ziel für die wirtschaftliche Entwicklung Fest und setzt einen Fünfjahrplan um. Zurzeit ist der 12. Fünfjahrplan (2011–2015) in Kraft.

Reformen und Öffnung

Mit dem 3. Plenum des XI. Parteitages, das Ende 1978 stattfand, trat die Volksrepublik China in eine neue historische Phase ein. Damals war Deng Xiaoping (1904–1997) nach vielen Rückschlägen wieder zu Einfluss im Zentralkomitee der KPCh gelangt. Unter seiner Führung wurde die Reform- und Öffnungspolitik eingeleitet und der Schwerpunkt der Arbeit auf die Modernisierung verlagert. Durch die Reformen der wirtschaftlichen, politischen und kultu- rellen Strukturen sowie die Öffnung nach außen wurde ein Weg zur sozialistischen Modernisierung chinesischer Prägung eingeschlagen. Im Jahr 1992 hielt Deng Xiaoping, der Generalplaner der Reformen und Öffnung Chinas, während einer Inspektionsreise in Südchina eine wichtige Rede, welche die Wirtschaftsreform und den gesellschaftlichen Fortschritt Chinas stark gefördert hat.

Im Jahr 1989 übernahm Jiang Zemin das Amt als Generalsekretär des ZK der KPCh. 2002 folgte ihm Hu Jintao im Amt als Generalsekretär des ZK der KPCh nach. Sie haben die von Deng Xiaoping initiierte nationale Politik der Reformen und Öffnung übernom- men und weiterentwickelt, und die wichtigen Ideen der "Drei Vertretungen"1 und die "wissenschaftliche Anschauung von Entwicklung" aufgestellt. Die Wirtschaft wächst ste- tig und der Lebensstandard des Volkes steigt zusehends.

Rückkehr von Hongkong und Macao

Am 1. Juli 1997 kehrte Hongkong und am 20. Dezember 1999 Macao zum Vaterland zu- rück und die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao wurden eingerichtet. Die Zentralregierung setzt in den Sonderverwaltungszonen die Richtlinien "Ein Land, zwei Systeme" und "Weit gehende Autonomie" um. Unter "Ein Land, zwei Systeme" versteht man, dass im vereinigten China auf dem Festland der Sozialismus praktiziert wird, während Hongkong und Macao das bestehende kapitalistische System und die jetzige Lebens- weise beibehalten, was fünfzig Jahre lang unverändert bleiben wird.

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Der Chinese an sich und im Allgemeinen - Alltagssinologie
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Nach dem chinesischen Mondkalender, der heute auch als "Bauernkalender" bezeichnet wird, ist heute der 1. Mai 4715. Der chinesische Kalender wird heute noch für die Berechnung der traditionellen chinesischen Feiertage, verwendet.

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HSK-Level: 4 (siehe: HSK)
Chinesisch: 抚养
Aussprache: fǔ yǎng
Deutsch: aufziehen, pflegen, ernähren

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Luftverschmutzung in China

Feinstaubwerte (PM2.5) Peking
Datum: 26.05.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (Ortszeit)
Konzentration: 58.0
AQI: 152
Definition: ungesund

Feinstaubwerte (PM2.5) Chengdu
Datum: 26.05.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (Ortszeit)
Konzentration: 29.0
AQI: 87
Definition: mäßig

Feinstaubwerte (PM2.5) Guangzhou
Datum: 26.05.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (Ortszeit)
Konzentration: 35.0
AQI: 99
Definition: mäßig

Feinstaubwerte (PM2.5) Shanghai
Datum: 26.05.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (Ortszeit)
Konzentration: 21.0
AQI: 70
Definition: mäßig

Feinstaubwerte (PM2.5) Shenyang
Datum: 26.05.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (Ortszeit)
Konzentration: 8.0
AQI: 33
Definition: gut

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Heute leben in China bereits 1.393.546.751* Menschen.

Alles über Chinas Bevölkerung und Chinas Nationalitäten und Minderheiten oder Statistiken der Städte in China.

* Basis: Volkszählung vom 26.04.2011. Eine Korrektur der Bevölkerungszahl erfolgte am 20.01.2014 durch das National Bureau of Statistics of China die ebenfalls berücksichtigt wurde. Die dargestellte Zahl ist eine Hochrechnung ab diesem Datum unter Berücksichtigung der statistischen Geburten und Todesfälle.


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China Wechselkurs RMBRMB (Yuan, Renminbi)
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Uhrzeit in China

Heute ist Freitag, der 26.05.2017 um 17:05:03 Uhr (Ortszeit Peking) während in Deutschland erst Freitag, der 26.05.2017 um 11:05:03 Uhr ist. Die aktuelle Kalenderwoche ist die KW 21 vom 22.05.2017 - 28.05.2017.

China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

Der chinesischer Nationalfeiertag ist am 1. Oktober. Es ist der Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Mao Zedong hatte vor 68 Jahren, am 1. Oktober 1949, die Volksrepublik China ausgerufen. Bis zum 1. Oktober 2017 sind es noch 128 Tage.

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