Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

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Aphorismus

Auszeichnungen:

Revolution von 1911

Die Revolution von 1911 und die Herrschaft der Nördlichen Militärmachthaber.

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Nachdem die Qing-Regierung den ungleichen Vertrag von 1901 unterzeichnet hatte, intensivierten die imperialistischen Mächte ihre Plünderung und Kontrolle Chinas. Die antiimperialistischen und antifeudalen Kämpfe des Volkes trieben auf eine bürgerlich-demokratische Revolution zu. So kam es zur bürgerlichen Revolution von 1911 unter Führung von Dr. Sun Yat-sen, die die Qing-Dynastie stürzte und damit die 2000-jährige feudale Herrschaft in China beendete.

Die politische Lage in China Anfang des 20. Jahrhunderts

Nach der Unterzeichnung des Internationalen Protokolls von 1901 verstärkten die imperialistischen Mächte ihre Beherrschung Chinas. Neben der Errichtung von Fabriken beanspruchten sie das Recht, Bergwerke zu eröffnen, und gewannen durch direkte Investitionen und Hochzinsanleihen die Kontrolle über Chinas Eisenbahnen. Die fortgesetzte Preisgabe der Rechte auf Eisenbahnen und Bergwerke wurde im frühen 20. Jahrhundert zu einem schweren Problem für China.

Der Streit der imperialistischen Mächte untereinander um ihre Ansprüche und Interessen konzentrierte sich besonders auf den Nordosten. Nach Besetzung dieses Gebietes hegte Russland vergebliche Hoffnungen auf die Errichtung eines "gelben Russlands" und weigerte sich, seine Truppen abzuziehen. Japan warf seit langem ein Auge auf dieses Gebiet und versicherte sich der Unterstützung der USA und Großbritanniens. Im Jahr 1904 brach auf chinesischem Boden ein Krieg zwischen Japan und Russland aus, bei dem es um Nordostchina ging. Der Krieg endete mit einer russischen Niederlage. Unter Vermittlung der Vereinigten Staaten schlossen die beiden Länder 1905 einen Vertrag, nach dem Russland die gepachteten Gebiete Lüshun und Dalian, die Südmanschurische Eisenbahn zwischen Changchun und Dalian und andere entsprechende Rechte an Japan "abtreten" sollte. Der Qing-Hof erklärte bei Ausbruch des Krieges seine "Neutralität" und erkannte nach dem Krieg die im Vertrag vorgesehene Gebietsaufteilung an.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herrschte zwischen Großbritannien und Russland eine erbitterte Rivalität um Tibet. Gegen Ende des Jahre 1903 nutzte Großbritannien Russlands Engagement in Nordostchina zu einer Invasion in Tibet. Die lokale tibetische Armee und Bevölkerung leisteten Widerstand. Im August 1905 besetzten die Briten Lhasa, und im Jahr darauf zwangen sie die Qing-Regierung zur Unterzeichnung eines ungleichen Vertrags, nach dem Gyangze und Gartok als Handelsstädte geöffnet wurden.

Der Verrat des Qing-Kaiserhofs an der Yihetuan-Bewegung und die Kapitulation vor den imperialistischen Mächten versetzten die Qing-Herrschaft in ernste Schwierigkeiten. Im Jahr 1901 erließ der Qing-Hof einige "institutionelle Reformen" und führte für mehrere Jahre eine "neue Politik" ein. Einige der Maßnahmen dieser "neuen Politik", wie beispielsweise die Förderung der nationalen Industrie, die Abschaffung des kaiserlichen Prüfungssystems, die Errichtung von Schulen und die Förderung des Studiums im Ausland, sollten die Spannungen zwischen den Herrschern und der nationalen Bourgeoisie mildern. Die "neue Politik" bestand jedoch im Wesentlichen darin, Truppen auszubilden und Gelder dafür aufzubringen. Im Jahr 1903 wurde ein Büro für militärische Ausbildung in Beijing eingerichtet und eine Reform der Militärverwaltung in Angriff genommen. Im Jahr 1905 wurde ein Polizeiamt eingerichtet und mit der Ausbildung von Polizisten begonnen. All diese Maßnahmen sollten die Herrschaft über das Volk stärken. Die verschiedenen Maßnahmen der "neuen Politik" wurden durch die Erhöhung alter Steuern und die Einführung neuer finanziert. Mit den Neuerungen verband sich auch die Absicht, die weitere Gunst der imperialistischen Mächte zu gewinnen. Auf Verlange der westlichen Mächte wandelte der Qing-Hof im Jahr 1901 den Zongli-Yamen in das Ministerium für Äußere Angelegenheiten um. Später wurden, ebenfalls auf Wunsch der Invasoren, Bestimmungen über den Schutz ausländischer Investitionen im Eisenbahn- und Bergwerkswesen erlassen.

Die ausländische Aggression und die Unterdrückung der Bauernaufstände durch den Qing-Hof brachten zusätzliche Erschwernis für das Leben der Bevölkerung. In zahlreichen Landesteilen machte sich Widerstand der Volksmassen breit. Im Jahr 1902 beispielsweise erhoben sich Bauern der Provinz Zhili (heute Hebei) unter der Losung "Stürzt die Qing, vernichtet die Ausländer!". Von größerem Ausmaß waren die Aufstände der Han, der Zhuang, der Miao, der Yao und anderer Nationalitäten in Guangxi, wo die Flammen der Aufstände drei Jahre lang durch die ganze Provinz loderten. Die Bewegungen zur Wiederherstellung der Rechte und gegen die imperialistische Kontrolle der Eisenbahnen und Bergwerke begannen sich seit 1903 zu entwickeln. Im Jahr 1905 wurde das Land von einer Boykottbewegung amerikanischer Waren aus Protest gegen die Misshandlung chinesischer Arbeiter in den USA erschüttert, und diese von der nationalen Bourgeoisie eingeleitete Bewegung fand auch breite Unterstützung von Arbeitern, Bauern, Studenten und anderen Bevölkerungsteilen. Der spontane Widerstand der Bevölkerung nahm nach 1905 rasch zu. Im Jahr 1909 kam es zu mehr als 130 Erhebungen in verschiedenen Gebieten, und die Zahl stieg 1910 auf über 290. In fast jeder Provinz wurden Kämpfe gegen Steuern und Abgaben geführt. Der spontane Widerstand der Bevölkerung versetzte der Qing-Herrschaft einen schweren Schlag und förderte gleichzeitig die Entwicklung der bürgerlichen demokratischen Bewegung.

Dr. Sun Yat-sen und seine frühen revolutionären Aktivitäten

Dr. Sun Yat-sen (1866 - 1925) wurde in einer Bauernfamilie im Dorf Cuiheng, Kreis Xiangshan, Provinz Guangdong, geboren. Mit 13 ging er nach Honolulu, wo er eine westliche Bildung erhielt. Nach seiner Heimkehr im Jahr 1885 studierte er in Guangzhou und Hongkong Medizin und praktizierte ab 1892 in Macao und Guangzhou. Während dieser Zeit lernte er patriotisch gesinnte junge Leute und Mitglieder geheimer Gesellschaften kennen. Sie trafen sich regelmäßig, um den Widerstand gegen die korrupte Herrschaft der Qing-Regierung zu diskutieren. Sun hegte große Bewunderung für die Taiping-Revolution und nannte sich "Hong Xiuquan der Zweite". Auch stand er unter dem Einfluss der Reformisten. Im Jahr 1894 schrieb er einen Brief an Li Hongzhang, in dem er seine Hoffnung nach kapitalistischen Reformen ausdrückte, doch wurde sein Wunsch abgewiesen. Bald darauf brach der Chinesisch-Japanische Krieg aus. Er erkannte den Ernst der Krise, die das Land erfasste, und vertrat die Auffassung, dass es unter der Qing-Regierung unmöglich sei, das Land reich und mächtig zu machen. Die einzige Möglichkeit zur nationalen Errettung wäre der Weg der Revolution und des Sturzes der feudalen Qing-Herrschaft.

Im Herbst 1894 ging er wieder nach Honolulu, wo er viele dort lebende Chinesen versammelte und im November die erste bürgerlichrevolutionäre Organisation Chinas gründete: die Xing Zhong Hui (Gesellschaft zur Erneuerung Chinas). Anfang des nächsten Jahres kehrte er nach Hongkong zurück und gründete mit seinen Anhängern das Hauptquartier der Gesellschaft zur Erneuerung Chinas, um einen bewaffneten Aufstand in Guangzhou für Oktober 1895 vorzubereiten. Doch wurde der Plan verraten, der Aufstand scheiterte noch vor dem Ausbruch. Dr. Sun Yat-sen, auf den ein Haftbefehl stand, floh ins Ausland. In Japan, Europa und Amerika kam er in Kontakt mit vielen revolutionären Theorien. Er entwickelte eine revolutionäre Organisation und traf Vorbereitungen für einen weiteren Aufstand. Während der Yihetuan-Bewegung nutzte die Gesellschaft zur Erneuerung Chinas die Gelegenheit zu einem bewaffneten Aufstand in Huizhou, Guangdong. Innerhalb von 15 Tagen wuchs die aufständische Armee auf über 20000 Mann an und fügte der Qing-Armee mehrere Niederlagen bei. Der Aufstand endete zwar mit einer Niederlage, Dr. Sun Yat-sen ließ jedoch den Mut nicht sinken, sondern suchte weiter nach einem Weg der Rettung des Landes.

Die Verbreitung bürgerlich-revolutionärer Ideen und die Bildung revolutionärer Organisationen

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurden überall in China Schulen gegründet, und immer mehr Studenten gingen zum Studium ins Ausland. Allein im Jahr 1905 betrug die Zahl der chinesischen Studenten in Japan etwa 3200, ganz zu schweigen von denen in Europa und Amerika. Viele von ihnen wandten sich revolutionären Ideen zu und verfassten Bücher und Artikel mit bürgerlich-revolutionären demokratischen Ideen. Von ihnen waren Zhang Binglin (auch bekannt unter Zhang Taiyan, 1896 - 1936) und Zou Rong (1885 - 1905) ihre bekanntesten Vertreter. Der erstere wandte sich in einem im Jahr 1903 veröffentlichten Artikel gegen die Reformisten wie Kang Youwei und Liang Qichao, die gemeint hatten, China brauchte keine Revolution, sondern eine konstitutionelle Monarchie. Zou Rong veröffentlichte im Jahr 1903 sein Buch mit dem Titel Die revolutionäre Armee, in dem er den Sturz der Qing-Dynastie und die Errichtung einer "Republik China" forderte und jede Einmischung ausländischer Mächte in Chinas Angelegenheiten zurückwies. Mit mehr als 20 Auflagen und fast einer Million verkaufter Exemplare übte dieses Buch einen enormen Einfluss auf die Revolution seiner Zeit aus. Zu den einflussreichen Intellektuellen jener Zeit gehörte auch Chen Tianhua (1875 - 1905), der 1904 zwei Bücher veröffentlichte, in denen er die aggressiven Handlungen des Imperialismus bloßstellte, die Qing-Regierung als "Regierung für Ausländer" entlarvte und das Volk zur Revolution aufrief. Die beiden Bücher fanden ein starkes Echo in der Bevölkerung.

Während die bürgerlich-revolutionären Gruppen demokratische revolutionäre Ideen verbreiteten, entstanden neue revolutionäre Organisationen. Im November 1903 gründete Huang Xing (1874 - 1916) zusammen mit Chen Tianhua, Song Jiaoren (1882 - 1913) und anderen in Changsha, Provinz Hunan, die Hua Xing Hui (Gesellschaft für den Wiederaufbau Chinas), und Cai Yuanpei (1868 - 1940), Zhang Taiyan und andere organisierten im gleichen Jahr in Shanghai die Guang Fu Hui (Gesellschaft für die Wiedergeburt Chinas). Revolutionäre Jugendliche bildeten in Wuchang die Kexue Buxi Suo (Studiengruppe für die Wissenschaft). Alle diese Verbände organisierten bewaffnete Aufstände, denen jedoch kein Erfolg beschieden war.

Im Jahr 1905 gründeten Liu Jing´an (1875 - 1911) und andere in Hubei die Ri Zhi Hui (Gesellschaft für Tägliches Lernen), die nach der Zerschlagung der Studiengruppe für die Wissenschaft die revolutionären Ideen weiter verbreitete.

Die Gründung der Chinesischen Revolutionären Liga und die Entwicklung der Revolution

Im Juli 1905 fuhr Dr. Sun Yat-sen von Europa nach Japan. Auf seine Anregung hin trafen in Tokio über 70 Delegierte der Gesellschaft für die Erneuerung Chinas, der Gesellschaft für den Wiederaufbau Chinas, der Gesellschaft für die Wiedergeburt Chinas und der Gesellschaft für Tägliches Lernen zusammen, um eine neue Organisation, die Zhong Guo Tong Meng Hui, die Chinesische Revolutionäre Liga zu gründen. Am 20. August 1905 fand in Tokio die offizielle Gründungstagung statt, an der mehr als 100 Delegierte aus 17 Provinzen teilnahmen. Dr. Sun wurde zum Generalsekretär der Liga Tong Meng Hui gewählt, und deren Leitungsorgane wurden gebildet. Nach Bildung eines Exekutivrates wurden die von Dr. Sun für das politische Programm der liga vorgeschlagenen vier Punkte angenommen: "Vertreibung der Mandschu, Wiedergeburt Chinas, Gründung einer Republik und Ausgleich des Bodenrechts". Dieses Programm erschien zum erstenmal in dem von Dr. Sun Yat-sen für die erste Ausgabe der Min Bao (Volksblatt), dem Organ der Tong Meng Hui, geschriebenen Geleitwort, und zwar als die Drei Volksprinzipien - Nationalismus, Demokratie und Volkswohl. Die Chinesische Revolutionäre Liga war die erste einheitliche und nationale Partei der bürgerlichen Revolution Chinas. Die Gründung der Liga und die Abfassung ihres programms demonstrierten, dass die demokratisch-revolutionäre Bewegung der chinesischen Bourgeoisie in ein neues Stadium eingetreten war.

Nach ihrer Gründung baute die Liga im In- und Ausland geheime Zellen auf. Innerhalb eines Jahres überschritt die Mitgliederzahl bereits die 10000, und die Zellen gaben über 100 Zeitungen und Zeitschriften heraus und verbreiteten ihre revolutionären Ideen.

Die Liga organisierte parallel zur Verbreitung der revolutionären Ideen mehrere bewaffnete Aufstände, die aber ausnahmslos mit Niederlagen endeten. Zwischen 1907 und 1908 startete die Liga beispielsweise sechs aufeinander folgende Aufstände in Guangdong, Guangxi und Yunnan. Am 27. April 1911 entfesselte die Liga unter Führung von Dr. Sun Yat-sen und Huang Xing nach sechsmonatiger Vorbereitung in Guangzhou einen großen bewaffneten Aufstand, der einen Tag und eine Nacht dauerte und schließlich scheiterte. Bei diesem Aufstand opferten zahlreiche Revolutionäre ihr Leben, und später wurden 72 Leichen in einem Gemeinschaftsgrab in Huanghuagang (Gelbe-Blumen-Hügel) bei Guangzhou beigesetzt, die als "72 Märtyrer von Huanghuagang" bekannt wurden.

Der Wuchang-Aufstand und die Gründung der Republik China

Während die Chinesische Revolutionäre Liga Aufstände organisierte, kam es in verschiedenen Landesteilen zu zahlreichen spontanen Kämpfen gegen die korrupte Qing-Herrschaft. Im Jahr 1909 gab es 113 solche Kämpfe, und im Jahr 1910 soagr 285. Im Jahr 1911 verkaufte die Qing-Regierung die Baurechte für die Bahnlinien zwischen Guangzhou und Hanyang und zwischen Sichuan und Hanyang an westliche Mächte, und dagegen erhob sich die Bevölkerung in Sichuan, Hunan, Hubei und Guangdong. Die schwersten Kämpfe wurden in Sichuan geführt, so die Aufständischen über zehn Bezirke und Kreise eroberten. Mitglieder der revolutionären Parteien in anderen Provinzen bereiteten ebenfalls Aufstände vor. Die Zeit zum Sturz der Qing-Dynastie war reif.

Angespornt durch die Chinesische Revolutionäre Liga bildeten im August 1911 in Hubei ihre zwei Verbände, die Wen Xue She (Literatur-Gesellschaft) und die Gong Jin Hui (Gesellschaft für Gemeinsamen Fortschritt), die aus ursprünglichen Mitgliedern der Gesellschaft für Tägliches Lernen bestanden, ein gemeinsames Führungsgremium für einen bewaffneten Aufstand in Wuchang. Es gelang ihnen, mehr als 5000 Offiziere und Soldaten der Provinzarmee in Hubei für sich zu gewinnen. Am Abend des 10. Oktober 1911 brach der bewaffnete Aufstand aus, der von der revolutionären Partei geführt wurde und dessen Hauptkräfte die revolutionär gesinnten Soldaten der Neuen Armee in Hubei waren. Nach einer Nacht heftiger Kämpfe wurde die Stadt Wuchang erobert. Zwei Tage später fielen auch Hanyang und Hankou.

Der Sieg des Wuchang-Aufstandes erschütterte das ganze Land. 15 Provinzen erklärten in weniger als zwei Monaten ihre Unabhängigkeit von der Qing-Regierung, die Auflösung der Qing-Herrschaft war im Gange. Im November versammelten sich Delegierte aus unabhängig gewordenen Provinzen in Wuchang, um die Bildung einer Zentralregierung zu besprechen. Am 2. Dezember unternahm die vereinigte revolutionäre Armee von Jiangsu und Zhejiang einen Angriff auf Nanjing und eroberte die Stadt. Die Versammlung der Provinzdelegierten beschloss darauf, Nanjing zum Sitz der Provisorischen Regierung der Republik zu machen. Am 25. Dezember kehrte Dr. Sun Yat-sen aus dem Ausland nach China zurück. Ende Dezember versammelten sich die Delegierten aller Provinzen in Nanjing, bildeten eine provisorische Zentralregierung und wählten Dr. Sun Yat-sen zum Provisorischen Präsidenten. Am 1. Januar 1912 leistete dieser in Nanjing den Präsidenteneid und rief die Republik China aus. Anschließend wurde eine provisorische Nationalversammlung gebildet. Im März verkündete Dr. Sun Yat-sen die Provisorische Verfassung der Republik China. Es war die erste Verfassung Chinas mit dem Charakter einer bürgerlichdemokratischen Republik.

Am 12. Februar 1912 dankte Pi Yi, der letzte Kaiser der Qing-Dynastie, ab, und damit war die 2000 Jahre lange feudale Monarchi in China beendet.

Die Herrschaft der Nördlichen Militärmachthaber

Der Sieg des Wuchang-Aufstandes versetzte den Reaktionären im In- und Ausland einen großen Schrecken. Das Oberhaupt der Nördlichen Militärmachthaber, Yuan Shikai (1859 - 1916), der schon die militärische Macht der Qing-Regierung in der Hand hatte, tat alles, um die Früchte der Revolution an sich zu reißen. Er zwang einerseits Kaiser Pu Yi zur Abdankung, andererseits aber auch die Provisorische Regierung in Nanjing, ihm die Staatsmacht zu übergeben und ihn zum ersten Präsidenten der Republik China zu "wählen". Die schwache Bourgeoisie Chinas machte einen Kompromiss und gab nach. Nachdem der Kaiser seine Abdankung bekannt gegeben hatte, wählte die Provisorische Nationalversammlung Yuan Shikai dann im Februar 1912 zum Provisorischen Präsidenten, Dr. Sun Yat-sen wurde zum Rückzug gezwungen. So trat China in die Periode der Herrschaft der Nördlichen Militärmachthaber ein.

Nach seinem Amtsantritt sucht Yuan Shikai allmählich durch die Unterdrückung der demokratischen Kräfte eine autokratische Herrschaft zu errichten. Unter der Führung von Song Jiaoren bemühte sich eine Gruppe von Mitgliedern der Tong Meng Hui, auf der Grundlage der Provisorischen Verfassung einen parlamentarischen Kampf gegen Yuan Shikai zu führen, um eine bürgerlich-demokratische Regierung zu verwirklichen. Im August 1912 gründeten Song Jiaoren und andere die Kuomintang, deren Kern aus Mitgliedern der Tong Meng Hui, einigen Konstitutionalisten und ehemaligen Beamten bestand.

Yuan Shikai versuchte mit allen Mitteln, die Monarchie in China wiederherzustellen und sich selbst zum Kaiser zu machen. Auch wenn dieser Versuch scheiterte, blieb doch die Staatsmacht Chinas in seiner Hand. Am 6. Oktober 1913 wurde er zum Präsidenten gewählt. Im November verbot er die Kuomintang. Im Januar 1914 ordnete er die Auflösung des Parlaments an. Im April hob er die Provisorische Verfassung auf und verkündete seine reaktionäre Verfassung der Republik China.

Im August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Die Japaner wollten die Beschäftigung der Europäer mit dem heimischen Kriegsschauplatz für eine Invasion in China nutzen und schickten Truppen zur Besetzung von Qingdao (Tsingtao) und der Jiaozhou-Jinan-Eisenbahn. Als Bedingung für ihre Unterstützung von Yuan Shikais dynastischen Plänen legten ihm die Japaner im Januar 1915 ihre "Einundzwanzig Forderungen" zur Unterzeichnung vor. Hauptpunkte dieser "Einundzwanzig Forderungen" waren die Übertragung der deutschen Rechte in Shandong an Japan und die Öffnung anderer Teile der Halbinsel für Japan, die Anerkennung japanischer Sonderrechte in Liaoning, Jilin und der östlichen Inneren Mongolei, die Verlängerung des Pachtvertrags für Lüshun, Dalian und der dazugehörigen Eisenbahn, der gemeinsame japanisch-chinesische Betrieb der Eisen- und Stahlwerke Hanyeping, da Verbot der Verpachtung oder Abtretung chinesischer Küstenhäfen oder Inseln an Drittländer, die Hinzunahme japanischer Berater für politische, finanzielle und militärische Angelegenheiten, und die chinesisch-japanische Verwaltung von Chinas Polizeikorps und Arsenal. Yuan Shikai unterzeichnete am 25. Mai 1915 unter strengster Geheimhaltung diese Forderungen. Mit Unterstützung Japans, der USA und anderer Mächte erklärte sich Yuan Shikai im Dezember 1915 zum "Kaiser des Chinesischen Reiches".

Nach der Wiederherstellung der Monarchie in China durch Yuan Shikai kam es in ganz China zu spontanen Protestdemonstrationen und Erhebungen. Die Provinzen Yunnan, Guizhou und Guangxi erklärten sich für unabhängig und organisierten gegen Yuan Shikai eine "Armee zum Schutz der Republik". Als Yuan Shikai sah, dass sein Kaiseranspruch einen gewaltigen Sturm der Entrüstung im Volk hervorrief, gab er ihn auf. Am 22. März 1916 kündigte er seine Dynastie auf. Er starb am 6. Juni.

Nach Yuan Shikais Tod trat eine rasche Verschlechterung der Lage ein, als die von verschiedenen ausländischen Mächten unterstützten Militärmachthaber um die Macht kämpften. Sie errichteten ihre eigenen Regime und lagen miteinander im Streit. Die Nördlichen Militärmachthaber spalteten sich in zwei Gruppen: die Anhui-Clique unter Duan Qirui (1865 - 1936) und die Zhili-Clique unter Feng Guozhang (1885 - 1935). Die beiden Gruppen fanden jeweils die Unterstützung der Japaner bzw. der Amerikaner und Briten.

Im Juni 1916 trat Li Yuanhong (1864 - 1928) die Nachfolge als Präsident an und verschaffte der Provisorischen Verfassung wieder Gültigkeit. Auch das Parlament wurde wieder einberufen. Die wirkliche Regierungsmacht lag jedoch in der Hand des zum Premier ernannten Duan Qirui. Dieser schaffte die Provisorische Verfassung schließlich wieder ab und löste die Nationalversammlung auf. Dr. Sun Yat-sen ging nach Guangzhou, wo er im September 1917 gegen Duan Qirui eine Militärregierung zum Schutz der Verfassung bildete. Da ihr aber die Massenbasis fehlte, wurde Dr. Sun von den Militärmachthabern in Südchina kaltgestellt. Im Mai 1918 wurde die Militärregierung umgebildet, Dr. Sun musste zurücktreten. Die Bewegung zum Schutz der Verfassung war fehlgeschlagen.

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* Basis: Volkszählung vom 26.04.2011. Eine Korrektur der Bevölkerungszahl erfolgte am 20.01.2014 durch das National Bureau of Statistics of China die ebenfalls berücksichtigt wurde. Die dargestellte Zahl ist eine Hochrechnung ab diesem Datum unter Berücksichtigung der statistischen Geburten und Todesfälle.


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China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

Der chinesischer Nationalfeiertag ist am 1. Oktober. Es ist der Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Mao Zedong hatte vor 68 Jahren, am 1. Oktober 1949, die Volksrepublik China ausgerufen. Bis zum 1. Oktober 2017 sind es noch 69 Tage.

Das chinesische Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Da der chinesische Kalender im Gegensatz zum gregorianischen Kalender ein Lunisolarkalender ist, fällt das chinesische Neujahr jeweils auf unterschiedliche Tage. Das nächste "Chinesische Neujahrsfest" (chinesisch: 春节), auch Frühlingsfest genannt, ist am 16.02.2018. Bis dahin sind es noch 207 Tage.

Auch das Drachenbootfest "Duanwujie" (chinesisch: 端午節) ist ein wichtiges Fest in China. Es fällt sich wie andere traditionelle Feste in China auf einen besonderen Tag nach dem chinesischen Kalender. Dem 5. Tag des 5. Mondmonats. Es gehört neben dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest zu den drei wichtigsten Festen in China. Das nächste Drachenboot-Fest ist am 18.06.2018. Die nächste Drachenboot-Regatta (Drachenboot-Rennen) wird in 329 Tagen stattfinden.

Das Mondfest oder Mittherbstfest (chinesisch: 中秋节) wird in China am 15. Tag des 8. Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender begangen. In älteren Texten wird das Mondfest auch "Mittherbst" genannt. Das nächste Mondfest ist am 04.10.2017. Traditionell werden zum Mondfest (englisch: Mid-Autumn Festival), welches in 72 Tagen wieder gefeiert wird, Mondkuchen gegessen

Vor 90 Jahren eröffnete in der Kantstraße in Berlin das erste China-Restaurant in Deutschland. 1923 war dies ein großes Ereignis. Fremdes kannten die Deutschen damals nur aus Zeitungen, Kolonialaustellungen und aus dem Zoo. Heute gibt es etwa 10.000 China-Restaurants in Deutschland. Gastronomieexperten schätzen jedoch, dass in nur 5 % (rund 500) Originalgerichte gibt. Üblich sind europäisierte, eingedeutschte Gerichte in einem chinesischen Gewand. Finden Sie "ihren Chinesen" in Ihrer Stadt: China Restaurants in Deutschland im China Branchenbuch.

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