Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

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Die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft

Die chinesische Gesellschaft entwickelte sich in der Zeit von der Periode der Fünf Dynastien bis zur Yuan-Dynastie trotz einiger Rückschläge weiter.

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Insbesondere in den etwa 200 Jahren der Song-Dynastie übertraf die materielle Entwicklung jene in all den vorhergegangenen Dynastien und sogar teilweise die in der westlichen Welt. Man schätzt, dass die chinesische Gesellschaft der Song-Zeit gegenüber der europäischen um mindestens hundert Jahre voraus war.

Weiteres Wachstum der gesellschaftlichen Produktivität

Nach der Periode der Fünf Dynastien war die gesellschaftliche Produktion zunächst in ihrer Entwicklung gestört. Dazu kamen noch die rückständigen Regierungsmethoden und üblen Praktiken der Liao, der Jin- und der Yuan-Dynastie. Im Ganzen gesehen kann man aber einen wenn auch zögernden Fortschritt der gesellschaftlichen Produktivität feststellen. Dies trifft insbesondere auf den Süden zu, der mehr oder minder von den Kriegswirren verschont blieb.

Zur Zeit der Fünf Dynastien sowie der Song- und der Yuan-Dynastie war der hauptsächlich im Süden angebaute Reis zum wichtigsten Grundnahrungsmittel des Landes geworden. Die Anzahl der Reissorten betrug bereits 200. Weizen wurde ebenfalls in den Gebieten südlich des Changjiang angebaut. Die Seidenraupenzucht und der Anbau von Baumwolle und anderen Feldfrüchten gewannen an Bedeutung.

Auch der Wasserbau zur Entwicklung der Landwirtschaft wurde vorangetrieben. Mehr als 10000 Wasserbauprojekte wurden nach der Mittelphase der Nördlichen Song-Dynastie angelegt. In der Südlichen Song-Dynastie wurden Wasserbauprojekte in noch größerem Umfang ausgeführt. In der Yuan-Dynastie wurden viele Bewässerungskanäle ausgebessert und erweitert.

Während der Song- und der Yuan-Dynastie gab es bedeutende Fortschritte im Bergbau, in der Metallverarbeitung, im Schiffbau, in der Spinnerei und Weberei, in der Töpferei sowie in der Papier- und Porzellanherstellung. Die Förderung von Gold, Silber, Kupfer und Eisen erreichte noch nie da gewesene Ausmaße. Und man konnte bereits hochseetüchtige Schiffe mit 30 Meter Länge bauen.

Der Handel erlebte in den Dynastien Song und Yuan eine Blütezeit. Es gab zahlreiche große Handelsstädte. In der Song-Dynastie gab es in Kaifeng mehr als 200000 Haushalte und in der Stadt Hangzhou während der Südlichen Song-Dynastie mehr als 390000 Haushalte mit 1,2 Millionen Einwohnern. Zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs kam in der Song-Dynastie das erste Papiergeld der Welt auf.

Kulturelle Entwicklung

Die Song- und die Yuan-Dynastie waren wichtige Abschnitte in der chinesischen Kulturgeschichte.

Drei der vier großen Erfindungen Chinas - Buchdruck, Schießpulver und Kompass - wurden in dieser Zeit weiterentwickelt und verbreitet. Der Buchdruck mit Holzblöcken kam schon in den Jahren der Sui- und der Tang-Dynastie auf und machte in der Song-Dynastie große Fortschritte, und Mitte des 11. Jahrhunderts erfand Bi Sheng aus der Nördlichen Song-Dynastie bewegliche Typen aus Ton und entwickelte die Drucktechnik mit beweglichen Lettern, was eine neue Ära in der Geschichte der Druckkunst einleitete. In der Yuan-Dynastie kamen dazu bewegliche Lettern aus Zinn und Holz auf. Später gelangte diese Drucktechnik nach Korea und Japan im Osten und Ägypten und Europa im Westen.

Das Schießpulver wurde von chinesischen Alchimisten entdeckt.

Den Einsatz von Schießpulver zu Kriegszwecken kannte man in China schon zur Zeit der Fünf Dynastien. In der Song-Dynastie wurde die Technik der Herstellung verbessert, und neue Waffen wie Pulverpfeile, Feuergewehre und eine primitive Art von Kanonen wurden entwickelt. Zeng Gongliang aus der Nördlichen Song-Dynastie verfasste das Buch Wu Jing Zong Yao (Grundriss der Militärwissenschaft), in dem die Herstellung von drei Arten von Explosivstoffen und viele dazugehörige Waffen geschildert werden. Gegen Ende der Nördlichen Song wurden einfache Kanonen für die Verteidigung der Stadt Kaifeng eingesetzt. Bei ihren Feldzügen nach Westen verwendeten die Mongolen schon Schießpulver. Auch gegen Ende der Yuan-Dynastie wurden mit Schießpulver gefüllte Kupferrohre von aufständischen Bauern eingesetzt. Während der Yuan-Dynastie wurde die Technik der Herstellung des Schießpulvers durch die Araber bis nach Europa gebracht.

Der Magnet war eine wichtige Entdeckung zur Zeit der Streitenden Reiche. Die Erfindung des Kompasses ist jedoch auf die Nördliche Song-Dynastie zurückzuführen, was ein Bericht aus der Zeit gegen Ende des 12. Jahrhunderts über den Gebrauch des Kompasses in der Navigation verrät. Mit dieser Orientierungshilfe fuhren chinesische Handelsschiffe während der Südlichen Song nach Japan, zu den malaiischen Inseln und bis nach Indien. Kaufleute aus Arabien und Persien, die auf chinesischen Schiffen mitfuhren, lernten den Kompass kennen und brachten ihn bis nach Europa.

In der Nördlichen Song-Dynastie schrieb der Wissenschaftler Shen Kuo (1031 - 1095) das Werk Meng Xi Bi Tan (Aufzeichnungen von Mengxi), in dem die wissenschaftlichen Errungenschaften des chinesischen Altertums zusammengefasst sind. Im Jahr 1088 konstruierte der Astronom Su Song (1020 - 1101) aus der Nördlichen Song-Dynastie eine automatische Armillarphären-Uhr mit Wasserantrieb, die die Drehung der Himmelskörper anzeigt. Dies war die älteste astronomische Uhr der Welt. Der Yuan-Wissenschaftler Guo Shoujing (1231 - 1316) entwickelte einen neuen Kalender, den Almanach-Kalender, in dem 365, 2425 Tage als ein Jahr bestimmt wurde, was die genaue Zeit der Umdrehung des Erdballs um die Sonne nur um 26 Sekunden verfehlte. Der Yuan-Agronom Wang Zhen verfasste das Nong Shu (Handbuch der Landwirtschaft), in dem die Produktionstechniken in Ackerbau, Forstwirtschaft, Viehzucht und Fischerei zusammengefasst sind. In der Song-Dynastie erschienen viele medizinische Werke, besonders zu nennen ist hier die Entwicklung der Akupunktur. Im Jahr 1026 verfertigte der Kaiserliche Arzt Wang Weiyi ein Bronzemodell des menschlichen Körpers, auf dem die verschiedenen Akupunkturpunkte markiert sind. Dazu schrieb er ein dreibändiges Werk.

In der Philosophie der Song-Dynastie nahm die Schule des Rationalismus einen vorherrschenden Platz ein. Die Vertreter dieser Schule waren Cheng Yi (1033 - 1107) und sein Bruder Cheng Hao (1032 - 1085) aus der Nördlichen Song-Dynastie sowie Zhu Xi (1130 - 1200) aus der Südlichen Song-Dynastie. Sie erklärten, dass die feudale Herrschaftsordnung den "Himmlischen Rationalismus" verkörpere und ewig unveränderlich sei. Zhu Xi übte nach Konfuzius und Dong Zhongshu den größten ideologischen Einfluss auf die chinesische Feudalgesellschaft aus. Der Denker der Südlichen Song-Dynastie Chen Liang (1143 - 1194) kritisierte die Philosophen wie Zhu Xi und meinte, dass sie "apathische und gleichgültige Leute" seien und nur leeres Geschwätz von sich gäben. Er trat für "praktische Taten und praktische Verdienste" ein und meinte, wer den Willen habe, die Welt zu verbessern und Unordnung zu beseitigen, sei nicht nur im Recht, sondern auch ein Held.

In der Geschichtswissenschaft ist das unter Leitung von Sima Guang (1019 - 1086) aus der Nördlichen Song-Dynastie zusammengestellte chronologische Werk Zi Zhi Tong Jiang (Geschichte als Spiegel) eine Meisterleistung der Geschichtsschreibung mit sorgfältiger Stoffauswahl und lebendiger Darstellung. In diesem großartigen Werk wird die 1362-jährige Geschichte von der Periode der Streitenden Reiche bis zu der Zeit der Fünf Dynastien behandelt. Der Historiker Yuan Shu (1131 - 1205) aus der Südlichen Song-Dynastie verfasste auf der Grundlage seiner Studien der Geschichte als Spiegel das Werk Zi Zhi Tong Jian Jishi Benmuo (Ereignisse in Geschichte als Spiegel). Damit führte der Verfasser nicht nur eine neue Art der Geschichtsschreibung ein, sondern demonstrierte auch seine Fähigkeit, aus einer verwirrenden Fülle von Material die wichtigsten Fakten herauszulösen. Daneben stehen die Werke Tong Zhi (Historische Sammlungen) von Zheng Qiao (1103 - 1162) und Wenxian Tongkao (Umfassende Studie des Schrifttums) von Ma Duanlin (ca. 1254 - 1323).

Auf dem Gebiet der Literatur ist die Song-Dynastie besonders bekannt für ihre ci-Poesie, eine Art von Liedgedichten mit unregelmäßigen Versen, während die Yuan-Dynastie für ihre Singdramen bekannt ist. Unter den ci-Dichtern leistete Su Shi (1037-1101) einen besonderen Beitrag zur Entwicklung dieser Gattung von Poesie. Er erweiterte den Themenkreis, und seine Werke sind so frei und unbefangen, so leicht und glatt, dass sie einen heroischen und zugleich eleganten Eindruck machen. Lu You (1125-1210) und Xin Qiji (1140-1207) aus der Südlichen Song-Dynastie beteiligten sich am Kampf gegen die Jin, und ihre Gedichte geben die Sorge um das Land und die damit verbundenen Gefühle und Stimmungen wieder und sind leidenschaftlich und voller Pathos. Die ci-Dichterin Li Qingzhao (1084-ca. 1151) hat einen besonderen Platz in der chinesischen Literatur.

Die Yuan-Dynastie war die goldene Ära des Singdramas und brachte so berühmte Musikdramatiker wie Guan Hanqing (ca. 1213 - 1297), Wang Shifu und Ma Zhiyuan hervor. Von den mehr als 500 Singdramen jener Zeit sind über 160 erhalten. Außerdem gibt es einzelne Gesänge und Lieder in Strophen. Allein Guan Hanqing schrieb mehr als 60 Dramen, von denen allerdings nur ein Dutzend überliefert ist, und davon ist Dou E Yuan (Schnee im Mittsommer) das bekannteste.

Die Song- und die Yuan-Zeit brachte auch eine Reihe von erfolgreichen Malern hervor, und eines der schönsten Werke ist die Flussszene am Qingming-Fest.

Kontakte mit der übrigen Welt

In der Zeit von den Fünf Dynastien über die Song- bis zur Yuan-Dynastie erfuhren der wirtschaftliche und der kulturelle Austausch zwischen China und anderen Ländern einen starken Aufwärtstrend.

Zum Ausbau der Kontakte mit der übrigen Welt wurde der Hafenbau in dieser Zeit besonders entwickelt, und zu den wichtigsten Häfen zählten u.a. Guangzhou, Quanzhou, Hangzhou, Shanghai und Wenzhou. In der Song- und der Yuan-Dynastie wurden nach dem Beispiel der Tang für den Außenhandel zuständige Hafenämter in den wichtigsten Häfen eingerichtet. Die von den Hafenämtern kassierten Zölle stellten in der Song und Yuan einen großen Teil der Staatseinnahmen dar.

Schiffbau und Navigation waren auch in der Song-Dynastie und der Yuan-Zeit hoch entwickelt. Was Ausrüstung, Tonnage und Navigation betrifft, so gehörte China damals zu den führenden Ländern der Welt. Schiffe aus China waren für ihre Größe, Geschwindigkeit und Navigation mittels Kompass bekannt. Chinas Schiffe fuhren nach Japan, Korea, indochina, Burma, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Bangladesh, Indien, Pakistan, Sri Lanka, zum Persischen Golf sowie nach Arabien, Ägypten und zu den Mittelmeerländern. Zu den chinesischen Exportwaren gehörten Seide, Porzellan, Lackwaren, Gold, Silber, Zinn und Blei, während Perlen, Karettschildkröten, Rhino-zeroshörner, Elfenbein, Korallen, Achat, Weihrauch, Pfeffer und Medizin importiert wurden. Es ist möglich, dass persische und arabische Kapitäne den Gebrauch des Kompasses in dieser Zeit erlernten und später die Europäer dieses Wissen übernahmen.

Die Seitenstraße erlangte in der Yuan-Dynastie wieder eine große Bedeutung als wichtiger Verbindungsweg zwischen Ost und West. Kaufleute transportierten auf dieser Straße ihre Güter, auch christliche Missionare kamen auf diesem Weg nach China. Im Jahr 1245 wurde Pater Giovanni de Piano Carpini von Papst Innozenz IV. nach Karakorum geschickt, um dort Guyuk Khan seine Aufwartung zu machen. Der Pater war bei der Krönung Guyuks zum Großkhan anwesend. In einer Audienz, die Carpini gewährt wurde, ersuchte dieser den Khan, den christlichen Glauben anzunehmen. In seinem Brief an den Papst lud der Khan diesen und alle christlichen Monarchen nach China ein, um ihm den Treueeid zu schwören. Ludwig IX. von Frankreich schickte 1253 Pater Guillaume de Rubrujuis nach Karakorum, um Mangu Khan einen Besuch abzustatten, der ihm im darauf folgenden Jahr eine Audienz gewährte. Wie damals üblich verlangte Mangu Khan in seinem Schreiben an den französischen König, dass dieser ihm die Treue schwören und Tribut entrichten sollte. Die beiden Geistlichen verfassten nach ihrer Rückkehr Reiseberichte, die wichtige Dokumente für das Studium der mongolischen Geschichte sind. Unter den ersten Missionaren, die zu Beginn der Yuan-Dynastie vom Westen nach China kamen, waren Giovanni de Montecorvino, Odorico de Pordenone und Giovanni de Marignolli, Giovanni de Montecorvino kam um 1292 nach China, lebte in Dadu und gründete dort zwei Kirchen, und er selbst wurde zum Erzbischof ernannt. Odorico de Pordenone kam gegen 1325 nach China und kehrte 1330 nach Europa zurück. Giovanni de Marignolli traf 1342 in Dadu ein, machte später dem Yuan-Kaiser seine Aufwartung und schenkte ihm ein weißes Pferd.

In der Song- und der Yuan-Dynastie pflegte China engen kulturellen Austausch mit Japan und Korea. Auf dem Gebiet der Medizin machte sich Chinas Einfluss schon während der Tang-Dynastie bemerkbar. Nun wurden viele medizinische Bücher und Arzneimittel aus China nach Korea gebracht und chinesische Ärzte eingeladen, in Korea zu praktizieren. Umgekehrt wurden Ginseng und Hirschgeweihsprossen und wichtige koreanische medizinische Werke nach China eingeführt. Als Korea die Papierherstellung aus China erlernt hatte, erfand es hartes und feines Papier auf der Grundlage der Baumwolle, und diese Herstellungstechnik wurde auch nach China gebracht. Viele chinesische Bücher über Medizin gelangten in dieser Zeit auch nach Japan, und Japan schickte Studenten zum Studium der chinesischen Medizin. Gegen Ende der Südlichen Song kamen Japaner auch zum Erlernen der Porzellanherstellung nach China.

Die chinesische Kultur konnte in der Song- und der Yuan-Dynastie weiterhin ihren Einfluss in Persien und arabischen Ländern geltend machen. Die politischen und wirtschaftlichen Einrichtungen des von den Mongolen in Persien errichteten Ili-Khanats zeigten deutliche chinesische Züge. Chinesische medizinische Kenntnisse wurden seit langem in Persien verbreitet. Während der Yuan-Dynastie wurde persische und arabische Kultur in großem Umfang nach China eingeführt. Viele von den Chinesen als Huihui bezeichnete, in China ansässige Persier und Araber wurden in der Yuan-Dynastie als Angehörige der Semu in der zweiten Klasse nach den Mongolen eingestuft und bildeten später einen Teil der heutigen Hui-Nationalität Chinas. Die Chinesen schätzten besonders die arabische Astronomie, Kalenderberechnung und Medizin. In der Yuan-Dynastie wurde eine Abteilung für moslemische Astronomie in der Regierung eingerichtet, und arabische und persische Methoden wurden für die Himmelsbeobachtung eingesetzt, welche die Grundlage für die Kalenderberechnung in China bildete.

Auch die Kultur Nepals fand während der Yuan-Dynastie in China Eingang. Auf Einladung von Kublai Khan kam ein nepalesischer Architekt namens Arnico nach Dadu, wo er mit der Aufgabe betraut wurde, für das Kaiserhaus Paläste zu bauen. Er schuf viele buddhistische Statuen in Dadu und Shangdu.

Das chinesische Druckverfahren mit Holzblöcken wurde im 8. Jahrhundert in Japan bekannt, im 10. Jahrhundert in Korea eingeführt, in Ägypten spätestens im 12. Jahrhundert. Das Ili-Khanat in Persien lernte dieses Verfahren erst im 13. Jahrhundert kennen und übermittelte es später nach Europa. Bewegliche Lettern, von Bi Sheng im 11. Jahrhundert während der Nördlichen Song-Dynastie erfunden, wurden im 13. Jahrhundert in Korea eingeführt. In Europa tauchte der Druck mit Holzblöcken erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts zum erstenmal auf.

Das von China erfundene Schießpulver wurde von arabischen Kaufleuten im 12. oder 13. Jahrhundert in den Mittleren Osten gebracht. Bei ihren Feldzügen in Zentralasien und Persien setzten die Mongolen das Schießpulver als Waffe ein. Durch ihre Kämpfe mit den Mongolen lernten die Araber die Feuerwaffen kennen, und auf gleiche Weise gelangte das Schießpulver schließlich nach Europa.

Bi Sheng und Gutenberg

Das Druckverfahren mit beweglichen Lettern wurde von dem Chinesen Ci Sheng in der Regierungsperiode Qingli (1041 - 1048) der Nördlichen Song-Dynastie erfunden. Bi Sheng (?-ca. 1051) schnitt die Lettern aus feuchter Tonderde und brannte sie. Für jedes Schriftzeichen gab es mehrere Lettern, deren Anzahl für die häufig verwendeten Zeichen am größten war. Für den Druck wurden die Lettern auf einer Eisenplatte angeordnet und mit einem Gemisch aus Harz, Wachs und Papierasche befestigt. Nachdem sie glatt gepresst worden waren, konnte man sie zum Drucken verwenden. Nach Ende des Drucks konnten die Lettern von dieser Platte wieder gelöst und weiter verwendet werden. Diese von Bi Sheng erfundene Technik ist 400 Jahre älter als die von Johannes Gutenberg.

Johannes Gensfleisch zum Gutenberg (um 1397 - 1468) war Sohn eines Mainzer Patriziers. Ihm wird die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern zugeschrieben. Er war spätestens seit 1436 mit dem Problem des Buchdrucks beschäftigt und betrieb eine Druckerei mit der von ihm erfundenen Drucktechnik. Das Wesentliche seiner Erfindung war die Herstellung der Einzeltypen aus Metall. Das Ergebnis von Gutenbergs jahrzehntelangen Bemühungen war u. a. der 1455 vollendete Druck der 42-zeiligen lateinischen Bibel, der als Gutenberg-Bibel bekannt ist. Mit seiner Erfindung hat er einen großen Beitrag für die Entwicklung der Weltkultur geleistet. Ihm zu Ihren wurden in seiner Geburtsstadt Mainz, dessen Universität den Namen Gutenberg trägt, im Jahr 1900 das Gutenberg-Museum, das 1926 zum "Weltmuseum der Druckkunst" erweitert wurde, und 1901 die Gutenberg-Gesellschaft gegründet.

Beziehungen zwischen dem chinesischen und dem deutschen Erfinder der Druckkunst mit beweglichen Lettern sind nicht nachweisbar.

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China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

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Das chinesische Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Da der chinesische Kalender im Gegensatz zum gregorianischen Kalender ein Lunisolarkalender ist, fällt das chinesische Neujahr jeweils auf unterschiedliche Tage. Das nächste "Chinesische Neujahrsfest" (chinesisch: 春节), auch Frühlingsfest genannt, ist am 16.02.2018. Bis dahin sind es noch 265 Tage.

Auch das Drachenbootfest "Duanwujie" (chinesisch: 端午節) ist ein wichtiges Fest in China. Es fällt sich wie andere traditionelle Feste in China auf einen besonderen Tag nach dem chinesischen Kalender. Dem 5. Tag des 5. Mondmonats. Es gehört neben dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest zu den drei wichtigsten Festen in China. Das nächste Drachenboot-Fest ist am 30.05.2017. Die nächste Drachenboot-Regatta (Drachenboot-Rennen) wird in 3 Tagen stattfinden.

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Vor 90 Jahren eröffnete in der Kantstraße in Berlin das erste China-Restaurant in Deutschland. 1923 war dies ein großes Ereignis. Fremdes kannten die Deutschen damals nur aus Zeitungen, Kolonialaustellungen und aus dem Zoo. Heute gibt es etwa 10.000 China-Restaurants in Deutschland. Gastronomieexperten schätzen jedoch, dass in nur 5 % (rund 500) Originalgerichte gibt. Üblich sind europäisierte, eingedeutschte Gerichte in einem chinesischen Gewand. Finden Sie "ihren Chinesen" in Ihrer Stadt: China Restaurants in Deutschland im China Branchenbuch.

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