Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

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Aphorismus des Tages:


Vom Gipfel aus geht es nur abwärts. Wer die Absicht seines Handelns erkenne lässt, ist zum Scheitern verurteilt. Ein bewundernswerter General ist daher jener, der sich jede Wende des Feindes zunutze macht und dadurch den Sieg erringt.


曹操孙子注


Aphorismus

Auszeichnungen:

Einstieg in den Feudalismus

Die Frühlings- und Herbstperiode und die Zeit der Streitenden Reiche (770-221 v. Chr.) - Einstieg in den Feudalismus.

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Im Jahr 770 v. Chr. verlegte König Ping der Westlichen Zhou-Dynastie das Zentrum der politischen Macht ostwärts nach Luoyi (heute Luoyang, Provinz Henan), und so begann die in der Geschichte als Östliche Zhou-Dynastie bekannte Epoche, die in zwei Perioden eingeteilt wird: die Frühlings- und Herbstperiode (770 - 476 v. Chr.) und die Periode der Streitenden Reiche (475 - 221 v. Chr.). Von dieser Zeit an begann in China das Feudalsystem, das etwa 2300 Jahre lang währte, bis es mit dem Opiumkrieg im Jahr 1840 zu Ende ging.

Die Östliche Zhou-Dynastie

Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Luoyi existierte die Östliche Zhou-Dynastie weitere 514 Jahre mit 25 aufeinanderfolgenden Königen, bis sie im Jahr 256 v. Chr. schließlich vom Staat Qin vernichtet wurde.

Während der Frühlings- und Herbstperiode verfiel die Macht des Königshauses der Zhou nach und nach, während der Einfluss der einzelnen fürstlichen Lehnsstaaten zunahm. Die Östliche Zhou-Dynastie wurde in der Folgezeit ein unbedeutender, kleiner Staat, der politisch und wirtschaftlich von größeren Staaten abhing. Sein Territorium beschränkte sich schließlich nur noch auf ein kleines Gebiet um die Hauptstadt.

Die Frühlings- und Herbstperiode

Die Zeit von 722 v. Chr., 49 Jahre nach Verlegung der Hauptstadt der Westlichen Zhou-Dynastie nach Osten, bis 481 v. Chr. wird von Historikern als Frühlings- und Herbstperiode bezeichnet, doch allgemein hat sich der Begriff Frühlings- und Herbstperiode für die Zeit von 770 bis 476 v. Chr. durchgesetzt.

Annektierung kleiner Staaten

Während der Westlichen Zhou-Dynastie soll es in ganz China ca. 1800 kleinere oder größere Staaten gegeben haben. Nach Verlegung der Hauptstadt der Zhou nach Osten kam es zu zahlreichen Annektierungen von kleineren Staaten. Manche größere Staaten eroberten bis zu 50 kleinere Staaten. So schrumpfte die Zahl der Staaten während der Frühlings- und Herbstperiode auf etwa 140. Von diesen 140 Staaten war nur etwa ein Dutzend von politischer Bedeutung, darunter Qi, Jin, Chu, Qin, Lu, Zheng, Song, Wie, Chen, Cai, Wu und Yue.

Entstehung des Privatgrundeigentums

Während der Frühlings- und Herbstperiode gab es erstmals das Privateigentum an Grund und Boden, und der Bestand an Privatfeldern nahm allmählich zu. Im Jahr 594 v. Chr. erließ der Staat Lu ein neues Steuergesetz und erhob zum erstenmal eine Bodensteuer, mit deren Einführung das Sklavenhaltersystem mit staatlichem Grundeigentum allmählich durch das feudale System des Privateigentums an Grund und Boden ersetzt wurde.

Während der Frühlings- und Herbstperiode begann sich die Technik der Eisenverhüttung zu entwickeln, und man war bereits in der Lage, eiserne Werkzeuge wie Äxte und Hacken herzustellen. Das Pflügen mit Ochsen wurde eingeführt.

Entwicklung des Handwerks und Handels

Zugleich mit der Entwicklung des Ackerbaus wurden während der Frühlings- und Herbstperiode auch Handwerk und Handel vorangetrieben. Eigenständige reiche Händler kamen auf. Metallene Münzen wurden gegossen und in Umlauf gesetzt. Sie lösten die als Währung dienenden Muscheln und Kupferstücke ab.

Konfuzius und seine Beiträge zur chinesischen Kultur

Während der frühen Östlichen Zhou-Dynastie wurde allmählich das Kultur- und Literaturmonopol des Adels gebrochen. Privatschulen wurden errichtet und kamen in Mode. Einer der ersten Begründer solcher Privatschulen war Konfuzius.

Konfuzius´ persönlicher Name war Qiu, öffentlich angesprochen wurde er mit Zhongni. Er wurde 551 v. Chr. in Zouyi (heute Kreis Qufu, Provinz Shandong) im Fürstentum Lu geboren und starb 479 v. Chr. Eine Zeitlang war er ein Beamter niedrigen Ranges, der Lagerhäuser verwaltete und für die Aufsicht über die Viehherden zuständig war, doch in der meisten Zeit seines Lebens war er Privatlehrer. Er soll mehr als 3000 Schüler gehabt haben, von denen angeblich 72 die sogenannten "Sechs Künste" (Riten, Musik, Bogenschießen, Wagelenken, Schreiben und Rechnen) schließlich vollständig beherrschten. Oft bereiste er, von Schülern begleitet, verschiedene Staaten, doch war es ihm nicht vergönnt, dass seine Vorstellungen von Politik von einem der Herrscher übernommen wurden. In seinen Fünfzigern wurde er Beamter für den Strafvollzug und die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung im Fürstentum Lu. Seine späteren Jahre widmete er der Sammlung und Herausgabe literarischer Texte. Ihm wird die Herausgabe des Buches der Urkunden (Shang Shu) und des Buches der Lieder (Shi Jing) zugeschrieben. Dem Buch der Wandlungen (Zhou Yi), einem Werk über Weissagungen, fügte er erklärende Bemerkungen hinzu. Er stellte die Frühlings- und Herbstannalen (Chun Qiu) zusammen und bearbeitete das Buch der Riten (Li Ji) und das Buch der Musik (Yue). Bis auf das Buch der Musik, das verloren gegangen ist, wurden die anderen fünf Bücher konfuzianische Klassiker, die von den Anhängern des Konfuzianismus studiert und befolgt werden mussten. Die Frühlings- und Herbstannalen waren die erste vollständige Zeitgeschichte mit großem Einfluss auf spätere historische Werke. Nach seinem Tod stellten seine Jünger seine Äußerungen in einem Buch mit dem Titel Gespräche (Lun Yu) zusammen. Seine Beiträge zum Erziehungswesen und für die Verbreitung der überlieferten Kultur sind von großer Bedeutung.

Die Periode der Streitenden Reiche

In seinem Shi Ji (Historischen Aufzeichnungen) bezeichnet Sima Qian das Jahr 475 v. Chr., das 1. Regierungsjahr des Königs Yuan der Östlichen Zhou-Dynastie, als Beginn der Periode der Streitenden Reiche, die bis zur Vereinigung Chinas durch Shi Huang Di im Jahr 221 v. Chr. währte.

Heftige Kämpfe von sieben Staaten

Von den etwa 140 Staaten, die es während der Frühlings- und Herbstperiode gegeben hat, blieben nach langjährigen Eroberungs- und Annexionskriegen schließlich nur noch die sieben mächtigsten zurück. Dies waren die Staaten Chu im Süden, Zhao im Norden, Yan im Nordosten, Qin im Westen, Qi im Osten sowie Han und Wei in der Mitte. Diese sieben Staaten bestanden zu Beginn der Periode der Streitenden Reiche nebeneinander, doch sie bekämpften sich heftiger, je stärker sie wurden und je besser sie militärisch gerüstet waren. Bei einer Schlacht zwischen den Staaten Qin und Zhao setzte z.B. Zhao 400000 Mann ein, und um den Staat Chu zu vernichten, zog Qin mit mehr als 600000 Kriegern ins Feld. Die Kämpfe dauerten manchmal einige Tage, zuweilen aber auch mehrere Monate.

All diese Staaten führten nacheinander Reformen ein, von denen die Reform, die von Shang Yang (390 v. Chr. - 338 v. Chr.) im Staat Qin im Jahr 356 v. Chr. eingeleitet wurde, die bedeutendste war. Durch die Reformen wurde die Entwicklung von Wirtschaft und Kultur in großem Stil gefördert, und die Stärke einiger Staaten nahm erheblich zu.

Der Staat Qin wurde durch die Reform schnell reich und mächtig. Im Jahr 350 v. Chr., nachdem Qin seine Hauptstadt von Yong (heute Fengxiang, Provinz Shaanxi) nach Xianyang bei Xi´an, Provinz Shaanxi, verlegt hatte, setzte Shang Yang eine zweite Reform durch. Damit wurden die Voraussetzungen für die Vernichtung der anderen Staaten und zur Vereinigung des ganzen Landes geschaffen.

Soziale und wirtschaftliche Entwicklung

Gegen Ende der Frühlings- und Herbstperiode und in der frühen Zeit der Streitenden Reiche begann man, eiserne Geräte in großem Umfang einzusetzen. Brachland konnte nun leichter urbar gemacht werden, die Anbauflächen wurden vergrößert. Eiserne Ackergeräte ermöglichten auch tieferes Pflügen zur Erhöhung der Ernte. Das Pflügen mit Ochsen breitete sich aus, und man begann, das Land zu düngen und zu bewässern.

Die weltbekannte Wasserbauanlage Dujiangyan beim heutigen Guanxian, Provinz Sichuan, die unter Führung des Präfekten Li Bing entstand, war für die Bewässerung und die Schifffahrt von enormer Bedeutung. Im Jahr 486 v. Chr. ließ König Fu Chai von Wu den Han-Kanal von Jiangdu nach Huai´an, beide in der heutigen Provinz Jiangsu gelegen, bauen, der dann den Fluss Huaihe mit dem Changjiang verband. Später ließ er einen noch tieferen Kanal anlegen. Der Bau des Ximenbao-Kanals in Wei diente zur Regulierung des Flusses Zhang und zur Bewässerung der Felder.

Der Gebrauch von eisernen Geräten förderte die Entwicklung des Handwerks. Die Herstellung von Bronzewaren war ein wichtiger Handwerkszweig zur Zeit der Streitenden Reiche. Neben rituellen Gegenständen, Musikinstrumenten und Bronzespiegeln wurden bronzene Waffen und Münzen gegossen.

Die Textiltechnik und die Salzgewinnung entwickelten sich ebenfalls. Der Handel und der Städtebau blühten auf. Städte mit königlichen Palästen und Märkten entstanden. Die Stadt Linzi aus dem Staat Qi in der heutigen Provinz Shandong beispielsweise hatte einen Umfang von mehr als 20 Kilometern. Innerhalb der Stadt gab es u. a. sechs Eisenhütten, eine Kupferschmelze und eine Manufaktur zur Verarbeitung von Knochen.

Geld war in Umlauf, und jeder Staat hatte seine eigene Währung.

Mit der Abschaffung des "Brunnen-Feld-Systems" war freier Handel mit Grund und Boden gang und gäbe, was die Entstehung und Entwicklung der Grundbesitzerklasse zur Folge hatte, auch wenn Reste des Sklavenhaltersystems noch erhalten blieben.

Die aufblühende Kultur: "Hundert Schulen wetteiferten miteinander"

Mit den sozialen Umwälzungen wurde das Kulturmonopol des Adels gebrochen. Erziehung und Bildung wurden im Volk allgemein verbreitet. Als "Weise" bezeichnete rechtschaffene und tüchtige Personen wurden von verschiedenen Staaten zur Verwaltung und Beratung gewonnen und eingesetzt. Das Geistesleben war zur Zeit der Streitenden Reiche sehr lebhaft. Viele Denkschulen florierten, darunter der Konfuzianismus, der Mohismus, der Legalismus und der Taoismus. Sie alle veröffentlichten Schriften, um ihre eigenen Auffassungen zu verbreiten und andere Schulen zu kritisieren. So entstand eine Situation, in der, wie es hieß, "hundert Schulen miteinander wetteiferten".

Der Mohismus war eine von Mo Zi begründete Denkschule. Mo Zi (ca. 468 - 376 v. Chr.), dessen persönlicher Name Di war, stammte Überlieferungen zufolge aus dem Staat Sog und lebte später im Staat Lu. Er hatte den Konfuzianismus studiert, war mit dem allzu komplizierten Ritual jedoch unzufrieden und begründete deshalb eine andere Schule, den Mohismus, der eine wichtige Denkschule während der Zeit der Streitenden Reiche wurde. Seine Ideen fanden ihren Niederschlag in dem mit Mo Zi betitelten Buch, von dem 53 Kapitel erhalten sind. Er trat für eine allumfassende Menschenliebe, Frieden und die Einstellung von Weisen in wichtige Ämter ein. Konfuzius und Mo Zi waren beide Idealisten, doch in Mo Zis Erkenntnistheorie finden sich bemerkenswerte Elemente des Materialismus.

Neben dem Mohismus traten während der Zeit der Streitenden Reiche auch der Taoismus und der Legalismus auf. Als Begründer des Taoismus gilt Lao Zi aus dem Staat Chu. In seinen Schriften bestreitet er die Existenz der höchsten Autorität eines Gottes oder eines Himmels, eine Theorie, die seit der Shang-Dynastie verbreitet war. An deren Stelle setzte er die Theorie des Tao (im Sinne von Weg, Wahrheit, Gesetz oder Prinzip), einen absoluten, alles überragenden, von Zeit und Raum losgelösten Geist, der das ganze Universum umfasst. Das Tao existierte nach seiner Meinung schon lange vor der Erschaffung des physischen Universums. Auf politischem Gebiet lehnt Lao Zi die Theorie der Menschlichkeit von Konfuzius und das mohistische Konzept der Förderung guter, tugendhafter Menschen ab. Vielmehr tritt er für die Nichteinmischung in das Leben des Volkes ein und plädiert dafür, der Natur freien Lauf zu lassen und der Natur zu folgen. Lao Zi entwickelte einige naive dialektische Ideen, indem er die "Einheit von Gegensätzen" in der objektiven Welt aufzeigte, z. B. Unheil und Glück, weich und hart, stark und schwach, viel und wenig, oben und unten, früh und spät, wahr und falsch, Ehre und Schande, klug und dumm usw. Er sah die Widersprüche in den Dingen und glaubte die Verwandlung der Widersprüche zu erkennen. Seiner Ansicht nach fanden die Veränderungen jedoch nicht in einer linear progressiven Form statt, sondern in einem endlosen Kreis. Außerdem war die Umwandlung der Gegensätze absolut und bedingungslos. Sein Versuch, die Widersprüche auf subjektive Art zu lösen, brachte die idee des "Handelns ohne Streben" in der Politik auf. Der Taoismus, zur Zeit der Streitenden Reiche entstanden, entwickelte sich später zu einer landweiten Religion, die einzige in China entstandene Religion, die einen großen Einfluss auf die spätere Politik und Gesellschaft ausübte.

Zhuang Zi (ca. 369 - 286 v. Chr.), dessen persönlicher Name Zhou lautete, stammte aus dem Staat Song. Er war ein bekannter Philosoph und galt als Denker des Taoismus. Von den 33 erhaltenen Kapiteln des Buches Zhuang Zi waren sieben seine eigenen Schriften. Er war der Ansicht, dass nur das Tao absolut sei, während alles andere relativ sei. Er setzte das Subjekt mit dem Objekt gleich, Leben mit Tod, Langlebigkeit mit Kurzlebigkeit, richtig mit falsch, Unheil mit Glück. Er schob alle Unterschiede zwischen den Gegensätzen beiseite und vertrat eine Theorie des Relativismus oder Nihilismus. Er leugnete die Gültigkeit der zwischen Konfuzianern und Mohisten debattierten Konzepte von richtig und falsch und betrachtete jeden kulturellen Fortschritt als sinnlos. Er sagte einmal, dass Frieden und Ordnung herrschen würden, wenn die Gelehrten ihr Wissen aufgäben und die Abschaffung von Maßen und Gewichten allen Kämpfen ein Ende setzen würde. In einer idealen Gesellschaft lebten die Menschen in Harmonie mit den Tieren.

Zhuang Zis Verneinung der Unterschiede zwischen richtig und falsch, Leben und Tod, sich selbst und anderen, Illusion und Realität sowie seine fortschrittsfeindliche Einstellung und seine Sehnsucht nach einer Rückkehr zu prähistorischen Zeiten zeigen einen tiefsitzenden Pessimismus.

Menzius (ca. 372 - 289 v. Chr.) war ein Hauptvertreter des Konfuzianismus in der Zeit der Streitenden Reiche. Er hieß eigentlich Meng Ke, stammte aus Zou (heute Zouxian, Provinz Shandong) und war ein Schüler des Konfuzius-Enkels Zi Si. Er hielt sich für den philosophischen Erben von Konfuszius, empfahl das "königliche tao" und eine "wohlwollende Regierung" und mahnte die Herrscher, die Herzen der Untertanen zu gewinnen, um ihre Herrschaft zu befestigen. Als Privatlehrer hatte er zahlreiche Schüler und reiste von Staat zu Staat. Seine Ideen sind in dem von seinen Schülern geschriebenen Buch Meng Zi enthalten.

Xun Zi (ca. 313 - 238 v. Chr.), einer der einflussreichsten Konfuzianer während der Zeit der Streitenden Reiche, stammte aus dem Staat Zhao. Seine Ideen sind in dem Buch Xun Zi niedergelegt. Er entwickelte das Gedankengut des Konfuzius und Menzius kritisch weiter und übernahm auch Elemente des Taoismus.

Han Fei (ca. 280 - 233 v. Chr.), ein Schüler von Xun Zi, repräsentierte den Legalismus. Er stammte aus dem Staat Han. Er trat dafür ein, den drei "Werkzeugen des Monarchen" - Gesetz, Taktik und Macht - gleichwertige Bedeutung beizumessen. Er stand in Opposition zum Konservatismus und setzte sich für Reformen ein. Als Vertreter der Interessen der feudalen Grundherrenklasse legte er den ideologischen Grundstein für das Aufkommen der Feudalautokratie. Seine Ideen sind in dem Buch Han Fei Zi überliefert.

In der Militärwissenschaft waren Sun Wu aus der Frühlings- und Herbstperiode und Sun Bin aus der Zeit der Streitenden Reiche die Hauptrepräsentanten. Ihre Werke Die Militärwissenschaft von Sun Wu und Die Militärwissenschaft von Sun Bin verbinden strategisches und taktisches Denken mit dialektischen Elementen.

Gegen Ende der mittleren Periode der Streitenden Reiche erlebte die Kunst und Literatur einen Aufschwung. Ein typisches Beispiel waren die Chu Ci (Lieder von Chu), eine Sammlung von Gedichten und Liedern im Dialekt und Stil von Chu mit starkem Regionalcharakter und einmaliger Stilform. Qu Yuan wurde als Autor dieses Werkes berühmt.

Qu Yuan (340 - 278 v. Chr.) war im Staat Chu zuhause und wurde mehrmals verbannt. In seinen Werken schildert er eindrucksvoll die Landschaft von Chu (heute Hunan), seine Produkte, die örtlichen Sitten, Lieder und Tänze. Er brachte seinen Kummer über die Korruption der Obrigkeit in Gedichtform zu Papier. So entstand das berühmte Werk Li Sao (Klagelieder von Chu). Seine Gedichte übten einen starken Einfluss auf die Entwicklung der chinesischen Literatur aus.

Das Dujiangyan - ein Meisterwerk antiken Wasserbaus

Das Dujiangyan, ein weltbekanntes antikes Wasserbauprojekt in der heutigen Provinz Sichuan, lag zur Zeit des Baus im Kreis Dujiang, daher der Name.

Der Fluss Minjiang führte große Wassermengen mit sich und trat oft über die Ufer. Im Jahr 250 v. Chr., nachdem Li Bing in Chengdu das Amt als Präfekt angetreten hatte, leitete er zusammen mit seinem Sohn den Bau eines Stammdamms zur Regulierung des Flusses, und das fertig gestellte Projekt diente gleichzeitig zur Bewässerung, zum Hochwasserschutz und zur Schifffahrt.

Nach der Gründung der Volksrepublik China wurde das Dujiangyan wieder instand gesetzt und ausgebaut, und die damit bewässerte Fläche wurde um 8 Millionen Mu (ein Mu entspricht 1/15 ha) erweitert.

Jetzt ist das Dujiangyan auch als Sehenswürdigkeit und historisches Kulturdenkmal der Öffentlichkeit zugänglich.

Der patriotische Dichter Qu Yuan

Jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender feiert man in China das Duanwu-Fest, auch Drachenbootfest genannt, um des patriotischen Dichters Qu Yuan an seinem Todestag zu gedenken.

Qu Yuan, mit persönlichem Namen Ping, wurde gegen 340 v. Chr. im Staat Chu geboren und starb 278 v. Chr. In seiner Jugend war Chu noch mächtig und reich. Aus einer adeligen Familie stammend, wollte Qu Yuan eine politische Karriere einschlagen. Er gewann das Vertrauen des Königs von Chu und wurde zum Linken Minister ernannt. Als solcher setzte er sich für die Ernennung qualifizierter Männer von hoher Moral zu Beamten ein. In der Außenpolitik erschien ihm ein Militärbündnis mit dem Staat Qi gegen den Staat Qin als vorteilhaft. Der König misstraute ihm jedoch bald und verbannte ihn aus der Hauptstadt. Inzwischen wurde der Staat Chu durch Korruption zusehends schwächer. Qu Yuan hoffte darauf, das Vertrauen des Königs wieder zu gewinnen, doch vergeblich. Er sorgte sich dermaßen, dass er alles aufgeben wollte. Jetzt, da die Vereinigung Chinas ein deutlich erkennbarer Trend war, welche Rolle spielte dabei Chu? Hin- und hergerissen von den Widersprüchen seiner Zeit geriet er immer tiefer in einen Zustand der Verzweiflung. Er drückte sein Leid und seinen Ärger im Werk Klagelieder von Chu aus. Als die Hauptstadt von Chu durch Qin erobert wurde und sein Staat am Rande der Vernichtung stand, stürzte sich Qu Yuan in einen Fluss und ertrank.

Berühmtheit erlangte neben seinen Werken Lieder von Chu und Klagelieder von Chu das ebenfalls in Gedichtform geschriebene Werk Fragen an den Himmel.

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China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

Der chinesischer Nationalfeiertag ist am 1. Oktober. Es ist der Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Mao Zedong hatte vor 68 Jahren, am 1. Oktober 1949, die Volksrepublik China ausgerufen. Bis zum 1. Oktober 2017 sind es noch 65 Tage.

Das chinesische Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Da der chinesische Kalender im Gegensatz zum gregorianischen Kalender ein Lunisolarkalender ist, fällt das chinesische Neujahr jeweils auf unterschiedliche Tage. Das nächste "Chinesische Neujahrsfest" (chinesisch: 春节), auch Frühlingsfest genannt, ist am 16.02.2018. Bis dahin sind es noch 203 Tage.

Auch das Drachenbootfest "Duanwujie" (chinesisch: 端午節) ist ein wichtiges Fest in China. Es fällt sich wie andere traditionelle Feste in China auf einen besonderen Tag nach dem chinesischen Kalender. Dem 5. Tag des 5. Mondmonats. Es gehört neben dem Chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest zu den drei wichtigsten Festen in China. Das nächste Drachenboot-Fest ist am 18.06.2018. Die nächste Drachenboot-Regatta (Drachenboot-Rennen) wird in 325 Tagen stattfinden.

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Vor 90 Jahren eröffnete in der Kantstraße in Berlin das erste China-Restaurant in Deutschland. 1923 war dies ein großes Ereignis. Fremdes kannten die Deutschen damals nur aus Zeitungen, Kolonialaustellungen und aus dem Zoo. Heute gibt es etwa 10.000 China-Restaurants in Deutschland. Gastronomieexperten schätzen jedoch, dass in nur 5 % (rund 500) Originalgerichte gibt. Üblich sind europäisierte, eingedeutschte Gerichte in einem chinesischen Gewand. Finden Sie "ihren Chinesen" in Ihrer Stadt: China Restaurants in Deutschland im China Branchenbuch.

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