Die Volksrepublik China liegt im Osten des eurasischen Kontinents, am westlichen Ufer des Pazifiks. Mit insgesamt 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China eines der größten Länder der Erde. Damit ist China das drittgrößte Land der Erde. Es macht 1/4 des Festlands Asiens aus und entspricht fast 1/15 der Festlandsfläche der Erde. Die größte Ausdehnung von Ost nach West beträgt über 5 200 km.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Bevölkerungszahl macht 21% der Weltbevölkerung aus. China ist ein einheitlicher Nationalitätenstaat mit 56 ethnischen Gruppen, wobei die Han-Chinesen 92% der gesamten Bevölkerung ausmachen. Die anderen 55 ethnischen Minderheiten, zu denen zum Beispiel Mongolen, Hui, Tibeter, Uiguren, Miao, Yi, Zhuang, Bouyei, Koreaner, Mandschuren, Dong und Yao zählen, haben vergleichsweise wenigere Angehörige.

China blickt auf eine Geschichte von 5.000 Jahren zurück und ist Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Die lange Geschichte hat nicht nur die kulturelle Vielfalt geschafft, sondern auch zahlreiche historische Relikte hinterlassen. Chinesisch ist die in ganz China verwendete Sprache und auch eine der sechs von der UNO bestimmten Amtssprachen.

China ist ein faszinierendes Reiseziel und hält für den Besucher viele Überraschungen bereit, da China nicht nur aus Peking und Shanghai besteht und keineswegs nur die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt zu bieten hat. Jeder der 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbaren Städten und die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macao bieten gänzlich unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen bei Reisen nach China.

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百闻不如一见。


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Aphorismus

Auszeichnungen:

Der Protestantismus in China

Im Jahr 1807 kam der Missionar Robert Morrison aus Großbritannien nach China. Mit ihm wurde eine Art des Protestantismus in China eingeführt.

Zufallsbild aus unserer Bildergalerie Menschen in China

Aus historischen Gründen bezeichnet man in China die verschiedenen Formen des Protestantismus oft auch als "Jidujiao" (Christentum), das man so vom Katholizismus unterscheidet, der schon zu einer Zeit bis China vorgedrungen war, als es überhaupt noch keinen Protestantismus gab.

Im Jahr 1807 kam der Missionar Robert Morrison aus Großbritannien nach China. Mit ihm wurde eine Art des Protestantismus in China eingeführt. Weil damals ein Missionsverbot seitens der Qing-Regierung (1644-1911) galt, konnte Robert Morrison nicht öffentlich missionieren. Seine wichtigste Beschäftigung bestand in der Verbreitung der protestantischen Lehre durch Schriften in chinesischer Sprache.

Bis 1842 wurden sieben ausländische Missionsstationen in China errichtet, in denen 24 Missionare aus Großbritannien, den USA und Holland wirkten. Sie waren vor allem in den Städten an der Küste Südostchinas aktiv, so in Guangzhou und Macao. Neben heimlicher Missionstätigkeit verfassten sie Broschüren, übersetzten die Bibel, gründeten Zeitungen, errichteten Schulen und verbreiteten die "westliche Kultur" in China als Vorbereitung für künftiges Missionieren im großen Umfang. Auch sammelten sie Materialien und Informationen über chinesische Politik, Wirtschaft, Kultur und Militärwesen. Einige von ihnen propagierten die gewaltsame Einmischung des Westens in die inneren Angelegenheiten Chinas und traten dafür ein, die Qing-Regierung zu zwingen, das offiziell noch bestehende Verbot der Missionstätigkeit aufzuheben, damit sie die Missionsfreiheit erlangten.

Mit dem Opiumkrieg von 1840 begannen die westlichen Großmächte, das Tor Chinas mit Kanonen zu öffnen. Sie zwangen die Qing-Regierung, eine Reihe ungleicher Verträge mit ihnen zu unterzeichnen. 1858 war die Qing-Regierung so stark unter westlichen Druck geraten, dass sie notgedrungen ausländischen Missionaren ihre Tätigkeit im Landesinnern Chinas gestatten musste. Nun strömten zahlreiche ausländische Missionare ins Land. Historischen Quellen zufolge drang der Protestantismus zwischen 1860 und 1900 in 21 Provinzen Chinas vor (Insgesamt gab es damals 25 Provinzen). Von der Ankunft Robert Morrisons bis zum Jahr 1842 gab es weniger als 100 chinesische Protestanten. Aber am Ende des 19. Jahrhunderts lebten in China schon 1500 Missionare und es existierten 61 protestantische Kirchengemeinschaften mit 80000 Gläubigen. Die Verbreitung des Christentums in China ist eng mit roher Gewalt und erpressten Sonderrechten verflochten. Daher ist die Geschichte der Ausbreitung des Protestantismus in dunkle Schleier gehüllt. Man sollte deshalb verstehen, warum die christlichen Missionare von dem meisten Chinesen als willige Helfer des europäischen Kolonialismus und Imperialismus betrachtet wurden. Jiang Menglin (1886-1964), vormals Rektor der Peking-Universität, äußert sehr anschaulich: "Wenn man feststellt, dass eine Religion und die Gewalt untrennbar wie der Körper und sein Schatten sind, verändert sich selbstverständlich der Eindruck, den eine solche Religion auf die Menschen macht. Für die Chinesen ist es wirklich nahezu unmöglich, das Christentum nicht mit der Bedrohung durch Waffengewalt gleichzusetzen. Man konnte allmählich den Eindruck gewinnen, dass der Buddha Tathagata friedlich auf einem weißen Elefanten sitzend nach China kam, während der christliche Jesu mit einem Artillerie-Geschoss in China eindrang."

Das Christentum unterscheidet sich vom Islam und vom Judentum. In der Frühzeit des Islams und des Judentums in China gründeten die Einwanderer, die diese Religionen mitbrachten, lediglich Einige autonome Religionsgemeinschaften, verbreiteten ihre Religionen aber nicht. Die christlichen Missionare verhielten sich ganz anders: die Missionstätigkeit war ihre wichtigste Aufgabe, sie respektierten im Gegensatz zu den Juden und Mohammedanern überhaupt nicht die Sitten und Gebräuche der Chinesen, vielmehr missachteten sie diese oder versuchten gar, die chinesische Tradition lächerlich zu machen. Konflikte waren daher vorhersehbar. Beispielsweise verboten die christlichen Missionare den chinesischen Christen ihre rituellen Umzüge mit Figuren von Gottheiten und die Ahnenverehrung, die seit Dutzenden von Generationen ein ganz selbstverständlicher Teil chinesischen Daseins und chinesischer Kultur waren. So kam die übergroße Mehrheit der Chinesen, die sich nicht zum Christentum bekannten, zu der Ansicht: "Wer Christ ist oder werden will, muss faktisch aufhören, ein Chinese zu sein."

Die ungleichen Verträge entzogen den christlichen Missionaren die Kontrolle durch die chinesische Regierung. Einige Missionare, die keine chinesischen Gesetze achteten, schreckten vor nicht zurück. Sie besetzten die Wohnhäuser einfacher Chinesen, pachteten oder kauften unter Gewaltandrohung Boden, um ihre Kirchen zu errichten. Sie versuchten, alle Gerichtsverfahren zu kontrollieren und mischten sich in Angelegenheiten der chinesischen Lokalregierungen ein. Es gab auch Gläubige, die sich außerhalb der Gesetze stellten und überall ihr Unwesen trieben. Die Gegensätze zwischen einfachen Chinesen auf der einer Seite und den neuen Christen und ihren Missionaren auf der anderen spitzten sich zu.

Zwischen 1840 und 1900 gab es im ganzen Land mehr als 400 so genannte "Kirchenzwischenfälle". Die westlichen Großmächte nahmen diese zum Vorwand, um militärischen und politischen Druck auf die Qing-Regierung auszuüben. Sie stellten unberechtigte Ansprüche und zwangen sie, Schadenersatz für viele angebliche "Übergriffe" zu zahlen. Sie verhafteten und töteten Unschuldige. Am schlimmsten aber war, dass den Westmächten die "Kirchenzwischenfälle" als Vorwand dienten, einen Aggressionskrieg gegen China zu führen.

1900 brach der Boxeraufstand aus, der für die christliche Kirche schwere Rückschläge brachte. Einige christliche Missionare begriffen allmählich, dass ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas unter dem Schutzmantel der ungleichen Verträge die Chinesen empörte und sie zum Kampf gegen die Christen mobilisierte. Deshalb beschränkten Einige westliche Regierungen und manche christliche Organisationen die Aktivitäten der Kirche und der Missionare in den Bereichen Politik und Diplomatie. Beispielsweise untersagte die Botschaft Großbritanniens Missionaren, direkt mit der chinesischen Regierung über Rechtsfälle ihrer Anhänger zu verhandeln. Nun klangen die Unruhen, die in Zusammenhang mit den "Kirchenzwischenfällen" standen, langsam ab.

Die Missionare in China hatten begriffen, dass sie ihre Missionspraxis ändern mussten, wenn sie die Feindschaft und die ablehnende Haltung überwinden wollten, die sehr viele Chinesen gegenüber Ausländern und ausländischen Missionaren. Im 19. Jahrhundert versuchten die meisten Missionare, Chinesen dadurch zum Christentum bekehren, indem sie predigten, die christliche Lehre erklärten und religiöse Propagandaschriften an Chinesen verteilten. Im 20. Jahrhundert aber begannen sie, Schulen und Krankenhäuser einzurichten und diverse Wohltätigkeitsorganisationen aufzubauen, die ihr Missionswerk fördern sollten. Das entsprach den Bedürfnissen der Chinesen insofern, als ihr Wunsch nach Reformen und besserer Bildung zu dieser Zeit stark von der Idee bestimmt war, vom Abendland lernen zu müssen, um den Reichtum und die Kraft Chinas stärker zur Geltung bringen zu können. Das waren günstigere Bedingungen für die Ausbreitung des Protestantismus in China zuvor, zumal zu Beginn des 20. Jahrhunderts gesellschaftliche, politische und kulturelle Fortschritte überall im Lande deutlich wurden. Mit der modernen Wissenschaft entfaltete sich auch ein neues Denken unter den chinesischen Intellektuellen und der westliche Rationalismus ersetzte zunehmend die traditionellen konfuzianischen Lehren. Dieser sowohl revolutionäre wie reformerische Prozess des gesellschaftlichen Wandels veränderte unter anderem auch die Einstellung der einfachen Chinesen zur Kirche, die von der Selbstisolation zur Öffnung überging. Vor diesem Hintergrund, aber auch durch die Anstrengungen der chinesischen Regierung und der christlichen Kirche, wurde der Gegensatz zwischen der chinesischen Gesellschaft und der Kirche schrittweise entschärft. In dieser relativ lockeren Atmosphäre erhielt der Protestantismus in China eine Chance zur Entfaltung.

Ein deutliches Zeichen für den Aufwärtstrend der protestantischen Kirche war die ständige Zunahme der Zahl der Missionare, der Gläubigen und der ausländischen Missionen. Die Zahl ausländischer protestantischer Missionare in China war von 1500 im Jahre 1900 auf 8000 im Jahre 1927 gestiegen. Die Hälfte von ihnen stammte aus den USA. Die Zahl der Gläubigen lag im Jahre 1900 bei 80000, im Jahr 1922 war sie auf 400000 und im Jahre 1949 auf 700000 angestiegen.

Sowohl in Großstädten wie in armen und entlegenen Gegenden Chinas wurden protestantische Kirchen errichtet. Außerdem gründeten die ausländischen Missionen protestantische Seminare und Bibelschulen, in denen auch der Nachwuchs herangebildet wurde.

Zur gleichen Zeit entstand eine Bewegung für eine selbständige chinesische Kirche. Sie wurde "Bewegung für eine kirchliche Selbsterhaltung und Selbstverbreitung" genannt. Sie hatte ihren Ursprung in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Damals gab es unzählige "Kirchenzwischenfälle", die die Verbreitung des Protestantismus in China beeinträchtigten. Einige Persönlichkeiten der chinesischen Kirche traten gegen die ungleichen Verträge gegen die Unterdrückung durch die ausländischen Mächte auf und versuchten, einen Protestantismus chinesischer Prägung zu schaffen. Ihnen ging es darum, die chinesische Kirche von der Kontrolle ausländischer Kirchen zu befreien und selbständig zu machen. Im Jahr 1873 gründete der Christ Chen Mengnan in Guangzhou die "Evangelische Gesellschaft Chinas", die anfangs nur zwei Kirchen hatte. Wenig später waren es schon 50.

Die Gründung der selbständigen chinesischen Kirche war anfangs die spontane Aktion einiger Christen. Daraus entwickelte sich später eine regelrechte Bewegung. Im Jahre 1906 gründete Yu Guozhen die "Selbständige Kirche der Chinesischen Protestanten". In der Gründungsdeklaration heißt es: "Die ungleichen Verträge zum Schutz der Kirche müssen beseitigt werden". "Die erwachende Kirche in allen Teilen Chinas und die ihr angehörenden Protestanten stehen zu ihrem erhabenen Ideal, ihre Kirche nach den Prinzipien Selbsterhaltung, Selbstverwaltung und Selbstverbreitung zu führen". "Die chinesische Protestanten treten entschieden gegen die Kontrolle durch jedwede ausländische Kirche auf". Dieser "Drei-Selbst-Gedanke", in dem die Liebe zum Vaterland mit der Liebe zur Kirche als eine Einheit verstanden wurde, war eine neue Etappe in der Geschichte des chinesischen Protestantismus. Die patriotische Kirche vereinigte sich im Jahre 1950 mit der Patriotischen "Drei-Selbst"-Bewegung. Zwar wurden in den 20er Jahren auch andere selbständige Kirchen in vielen Teilen Chinas gründet, doch die meisten von ihnen verschwanden nach einigen Jahren wieder, teils aus finanziellen, teils aus organisatorischen oder anderen Gründen.

Das Ziel der Drei-Selbst-Bewegung war es, den Protestantismus mit Elementen der chinesischen Kultur zu verbinden. Die Bewegung kämpfte gegen die völlige Verwestlichung und trat für eine christliche Lehre ein, die christliche Riten und chinesische kulturelle Traditionen harmonisch verknüpfte, um die östliche Zivilisation zu fördern. Trotz alledem gab es Kooperationsbeziehungen zwischen der chinesischen und der westlichen Kirche. Im Jahr 1922 fand eine nationale Versammlung chinesischer Protestanten in Shanghai statt. Dabei wurde eine nationale Organisation ins Leben gerufen - die Ratsversammlung der chinesischen Protestanten. Sie legte die Basis für die Gründung einer einheimischen Kirche Chinas und tat kund, das die chinesischen Protestanten die Pflicht hätten, für die Weiterentwicklung der chinesischen Zivilisation zu wirken. Damit sei der Protestantismus nicht mehr als "ausländische Religion" zu bezeichnen. Diese Thesen fanden ein begeistertes Echo bei vielen Protestanten. Die Bewegung hatte sich das Ziel gesetzt, eine selbständige, vereinigte, einheimische Kirche zu gründen. Um dies zu erreichen, haben viele Kirchen große Anstrengungen unternommen.

Damals wurden dem Namen einiger großen Sekten, die unter Kontrolle ausländischer Missionen standen, gewöhnlich die beiden chinesischen Schriftzeichen "Zhong Hua" (China) vorangestellt. Auch betonte man immer wieder, dass die chinesischen Protestanten für die Verwaltung, für die Missionsarbeit und für die Nutzung von Kirchenfonds selbst verantwortlich seien und die westlichen Missionare sich im Hintergrund halten würden. Aber generell ist dazu festzustellen, dass die Führung der Kirche noch immer in den Händen der ausländischen Missionare lag, die auch weiterhin die Kirche wesentlich mitfinanzierten.

In der Bewegung für die Gründung einer einheimischen Kirche vereinte sich der Wunsch verschiedener Sekten chinesischer Protestanten nach Gemeinsamkeit. Manche meinten, alle Anhänger einer Sekte sollten sich zu einer Gemeinschaft vereinigen. Andere traten dafür ein, aus den verschiedenen Sekten eines Ortes oder Gebietes eine große Organisation zu bilden. Einige wollten eine nur von Chinesen geführte Kirche aller Sekten schaffen. Wieder andere traten für die Gründung einer Organisation ein, die alle kirchlichen Fragen ohne das Ziel einer einheitlichen Kirche diskutieren sollte, oder empfahlen einen nach Berufsgruppen gegliederten Kirchenbund.

Es war nicht einfach, den Protestantismus so mit der chinesischen Kultur zu verschmelzen, dass ihn einfache Chinesen akzeptieren konnten. Formale Veränderungen waren ja relativ einfach; beispielsweise integrierte man beim Kirchenbau Elemente der chinesischen Baukunst oder errichtete eine Kirche in Gestalt eines chinesischen Tempels. Einige Kirchenhymnen wurden nun nach chinesischen Volksmelodien gesungen. Aber wie konnte man inhaltlich den Protestantismus mit einer Quintessenz der chinesischen Kultur verschmelzen? Über dieses Problem wurde viel debattiert. So hatte die einheimische Kirche noch einen langen Weg vor sich.

Nach Gründung der VR China im Jahre 1949 entwickelte sich der Protestantismus in China in neuen Bahnen.

In der Gründungszeit des Neuen China verleumdeten Einige ausländische Missionare, vor allem die aus den USA, die KP Chinas. Das ließ viele Gläubige an der Richtigkeit der Politik der von der KP Chinas geführten Regierung zweifeln. Sie glaubten, sie hätten eine ungewisse Zukunft vor sich. Obwohl die chinesische Regierung sich für eine Politik der Glaubensfreiheit aussprach, gab es Einige Schwierigkeiten mit dem Protestantismus. Der springende Punkt waren die jahrzehntelangen Beziehungen zwischen dem Protestantismus und den westlichen Kolonialmächten.

Einige weitsichtige Persönlichkeiten unter den Protestanten begriffen bald, dass zuerst der chinesische Protestantismus völlig vom Einfluss des Westens befreit und durch eigene Umgestaltung mit der sich verändernden und entwickelnden chinesischen Gesellschaft harmonisiert werden müsste, bevor ihn die Bevölkerung verstehen und akzeptieren könnte.

Am 23. September 1950 veröffentlichten 40 protestantische Persönlichkeiten mit Wu Yaozong als ihrem Repräsentanten nach wiederholten Diskussionen eine Deklaration unter dem Titel Wege der chinesischen Protestanten für den Aufbau des Neuen China (allgemein als Drei-Selbst-Dekaration abgekürzt). Es war der offizielle Beginn der Drei-Selbst-Reform der protestantische Kirche in China. Die Deklaration appellierte an die Protestanten in allen Teilen Chinas, für den Aufbau eines selbständigen, demokratischen, friedlichen, vereinigten, reichen und starken neuen China zu kämpfen. Außerdem wurden die chinesischen Protestanten aufgefordert, die Verbindungen mit den ausländischen Missionsorganisationen abzubrechen und die Bewegung für die Selbsterhaltung, die Selbstverwaltung und die Selbstverbreitung der Kirche in kürzester Zeit zu vollenden. Die Deklaration fand ein begeistertes Echo bei den patriotischen Protestanten. Sie starteten eine Unterschriftensammlung zur Unterstützung der Deklaration. Bis 1954 hatten mehr als 410000 Protestanten mit ihrer Unterschrift ihre Zustimmung zur Deklaration gegeben; das waren damals etwa 2/3 aller chinesischen Protestanten.

Im Jahre 1950 brach der Korea-Krieg aus. Die USA verhängten über China eine Wirtschaftsblockade und froren die öffentlichen und privaten Vermögen Chinas in den USA ein. Viele Kirchen und Gemeinschaften Chinas, die auf die Zuschüsse der Missionen in den USA angewiesen waren, gerieten dadurch in große finanzielle Schwierigkeiten. Aber die patriotischen Protestanten änderten deshalb keinen ihrer Grundsätze zur Gründung einer selbständigen Kirche, sondern verstärkten im Gegenteil die Entwicklung der Drei-Selbst-Bewegung. Viele protestantische Gemeinschaften erklärten, dass sie ab 1951 weder Zuschüsse von den USA noch von anderen Ländern in welcher Form auch immer annehmen würden.

Im April 1951 verabschiedeten Vertreter aller Sekten und Gemeinschaften des chinesischen Protestantismus eine gemeinsame Erklärung, in der die Protestanten des ganzen Landes zur Hilfe für das koreanische Volk und zur aktiven Teilnahme am Widerstandskampf gegen die USA-Aggression aufgerufen wurden. Außerdem beschleunigte man die Drei-Selbst-Bewegung der chinesischen Kirche. Es wurde ein Leitungsorgan dieser Bewegung gegründet; das war die "Vorbereitungskommission des Komitees für die Bewegung der Drei-Selbst-Reform, für die Bewegung gegen die USA-Aggression und zur Unterstützung des koreanischen Volkes durch chinesische Protestanten".

Im Juli 1954 fand die erste nationale Versammlung der chinesischen Protestanten in Beijing statt. Dabei wurde die Drei-Selbst-Bewegung in "patriotische Drei-Selbst-Bewegung" umbenannt. Außerdem wurde das Drei-Selbst-Komitee für die Patriotische Bewegung Chinesischer Protestanten gründet. Wu Yaozong wurde zum Vorsitzenden des Komitees gewählt.

Durch die Veröffentlichung der Deklaration und die Gründung des Drei-Selbst-Komitees für die Patriotische Bewegung der Chinesischen Protestanten nach Übernahme der Kirchenverwaltung in die eigenen Hände, also nach Gründung einer selbständigen und unabhängigen chinesischen Kirche erfüllt und die jahrzehntelange Kontrolle und Abhängigkeit von westlichen Missionen wurden beendet. Mit der Veröffentlichung der Deklaration und der Gründung des Komitees wurden auch die von den ausländischen Missionaren geschürten Differenzen und Vorurteile überwunden, die es bis dahin in der chinesischen Kirche und unter chinesischen Protestanten gegeben hatte. Man beseitigte alle Störungen und schloss sich unter der Fahne des Patriotismus zusammen. So wurde die Drei-Selbst-Bewegung Ausgangspunkt für die Umwandlung des Protestantismus von einer "ausländischen Religion" in eine chinesische.

Die chinesische Kirche setzt ihr Prinzip der Selbsterhaltung, Selbstverwaltung und Selbstverbreitung in die Tat um und betont, dass sie eine selbständige und unabhängige Kirche ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich isoliert. In den mehr als 50 Jahren, die seit Gründung des Neuen Chinas vergangen sind, hat die protestantische Kirche Chinas offizielle Beziehungen mit den wichtigsten protestantischen Organisationen in vielen Gebieten und Ländern aufgenommen. Sie hat zahlreiche ausländische Delegationen empfangen und Persönlichkeiten ausländischer Kirchen zu Besuchen und Vorträgen nach China eingeladen. Gleichzeitig schickte sie ihre Vertreter zu Organisationen oder zu internationalen Konferenzen der Protestanten ins Ausland. Seit 1991 ist die Vereinigung der Chinesischen Protestanten Mitglied des Weltkirchenrats.

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China umspannt mit seiner enormen Ausdehnung die geographische Länge von fünf Zeitzonen. Dennoch hat China überall die gleiche Zeitzone. Ob Harbin in Nordchina, Shanghai an der Ostküste, Hongkong in Südchina oder Lhasa im Westen - es gibt genau eine Uhrzeit. Die Peking-Zeit. Eingeführt wurde die Peking-Zeit 1949. Aus den Zeitzonen GMT+5.5, GMT+6, GMT+7, GMT+8 und GMT+8.5 wurde eine gemeinsame Zeitzone (UTC+8) für das gesamte beanspruchte Territorium. Da die politische Macht in China von Peking ausgeht, entstand die Peking-Zeit.

Der chinesischer Nationalfeiertag ist am 1. Oktober. Es ist der Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Mao Zedong hatte vor 68 Jahren, am 1. Oktober 1949, die Volksrepublik China ausgerufen. Bis zum 1. Oktober 2017 sind es noch 10 Tage.

Das chinesische Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Da der chinesische Kalender im Gegensatz zum gregorianischen Kalender ein Lunisolarkalender ist, fällt das chinesische Neujahr jeweils auf unterschiedliche Tage. Das nächste "Chinesische Neujahrsfest" (chinesisch: 春节), auch Frühlingsfest genannt, ist am 16.02.2018. Bis dahin sind es noch 148 Tage.

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